Umkippende Bäume in Serie halten Einsatzkräfte auf Trab

Foto: Matthias Böhl
Sehr windiges Wochenende in Wittgenstein – die Feuerwehr meldet ständig neue Einsätze auf den Straßen. Zum Glück gibt es keine Verletzten.

Wittgenstein..  Heftiger Sturm in der Nacht zum Samstag und auch den Samstag über hat vielerorts in Wittgenstein die Feuerwehr auf Trab gehalten. Immer wieder kam es zu Verkehrsbehinderungen. Bereits am Freitagabend hatte sich der Sturm mit Macht angekündigt – und in der Nacht zu Samstag erste Bäume umstürzen lassen. Glücklicherweise wurde bei dem sehr windigen Wetter niemand verletzt.

So musste die Feuerwehr zu einem Einsatz im Ilsetal ausrücken, um dort einen dicken Baum von der Fahrbahn zu schaffen.

Kurze Zeit später schlugen die Melder der Feuerwehr Elsoff Alarm, weil ein Baum auf die Mennertal­straße gefallen war.

Zu einer Vollsperrung kam es dann auf der B 480 von Schüllar in Richtung Dödesberg: Dort war die Löschgruppe Schüllar-Wemlighausen in der Nacht gegen 2.30 Uhr alarmiert worden, weil Bäume auf der Fahrbahn lagen. Doch damit nicht genug: In einem angrenzenden Hang war ein Baum entwurzelt worden – und hatte sich in einem anderen Baum verkeilt. Für die Kameraden wäre es lebensgefährlich gewesen, nachts in den Hang zu gehen, um den Baum klein zu schneiden. Deshalb war die Entscheidung von Gruppenführer Sebastian Althaus die einzig richtige: Den Baum bei Helligkeit beseitigen lassen. Da der Baum jedoch auf die Fahrbahn zu stürzen drohte, musste die Polizei den Teilabschnitt bis zum Samstagmorgen gegen 8 Uhr sperren, bevor der Baum dann von der Straßenmeisterei entfernt wurde.

Samstagabend mussten die Wemlighäuser Kameraden erneut auf die B 480 ausrücken: Dort war eine dicke Fichte umgekippt und ragte bedrohlich in die Fahrbahn. Die Kameraden fällten die dicke Fichte und zerkleinerten sie schnell. Mit Hilfe eines Traktors und einer Seilwinde wurde die Bundesstraße von dem dicken Baumstamm befreit.

Doch auch an anderen Orten krachten die Bäume herunter. Zum Beispiel stürzte eine Birke am Ortseingang von Birkelbach auf die Straße. Auch sie musste zerkleinert und beiseite geräumt werden. Folge: etwas 20 Minuten Vollsperrung für den Verkehr.

K 36 nach Hesselbach bleibt gesperrt

In Ludwigseck stürzte eine Fichte genau auf eine Stromleitung, sodass das RWE anrücken musste, um den Schaden zu reparieren. Die Straße war aber auch hier binnen weniger Minuten wieder befahrbar.

Nicht so schnell ging es auf der L 718 zwischen Banfe und Fischelbach. Gleich dreimal mussten die Kameraden aus Banfe und Bad Laasphe hier ausrücken. „Zum ersten Mal war es am Samstagmorgen gegen 6 Uhr“, berichtet Carsten Diehl, Einsatzleiter vor Ort. Auf einem Hang waren mehrere Fichten abgebrochen und hatten sich in weiteren Bäumen verhakt. Nun drohten die Bäume auf die Fahrbahn zu stürzen – und der immer noch starke Sturm tat sein Übriges: Immer wieder krachten Bäume nach. Um überhaupt in die entsprechenden Höhen zu kommen, und unter anderem eine Telefonleitung von den tonnenschweren Lasten zu befreien, setzten die Kameraden die Drehleiter des Bad Laaspher Löschzuges 1 ein, aus dessen Korb die Bäume dann abgeschnitten wurden. Während dieser Arbeiten war die L 718 komplett gesperrt. Durch die ungünstige Hanglage und den anhaltend starken Sturm mussten diese Arbeiten am Ende dreimal durchgeführt werden. Dem großartigen Einsatz der Feuerwehren ist es zu verdanken, dass hier von einer länger andauernden Sperrung abgesehen werden konnte.

Anders sah das auf der K 36 von Bad Laasphe in Richtung Hesselbach aus. Hier wäre ein Einsatz für die Feuerwehr bei anhaltendem Sturm lebensgefährlich gewesen – und auch für alle, die dort mit dem Auto oder zu Fuß unterwegs gewesen wären. Deshalb musste die Straße über den „Armen Mann“ komplett gesperrt werden.

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