Umdenken in Wegwerf-Gesellschaft

Alvim Cossa bringt es jedoch auf den Punkt: „Was ihr tun könnt, ist erkennen, dass alle Menschen, egal welche Hautfarbe sie haben Menschen sind.
Alvim Cossa bringt es jedoch auf den Punkt: „Was ihr tun könnt, ist erkennen, dass alle Menschen, egal welche Hautfarbe sie haben Menschen sind.
Foto: WP
Die Anne-Frank-Hauptschüler kamen angesichts der Aussagen des einstudierten Theaterstücks mächtig ins Grübeln - auch über die Laster der europäischen Wegwerf-Gesellschaft.

Meggen..  Die Bühne des P.Z Meggen ist dunkel und kahl. Keinerlei Requisite, die auf das deutet, was sich in den nächsten 45 Minuten abspielen könnte. Kaum vorstellbar, dass nur durch kurze Szenen und gezielte Fragestellung Themen wie Globalisierung, Antirassismus und ein Umdenken in der Wegwerfgesellschaft in den Mittelpunkt rücken.

Akteure sind einige Schüler der sechsten Klasse. Neben den Meggener Schülern wirken auch einige Elsper mit. „Das ist eine gute Gelegenheit für die Schüler, sich schon mal kennen zu lernen“, bringt es Christoph Henrichs, kommissarischer Schulleiter der Elsper Hauptschule auf den Punkt.

Theaterpädagogen

Unter Anleitung des Theaterpädagogen Harald Hahn und des Mosambikaners Alvim Cossa studierten die Schüler ein Stück in drei Sequenzen ein, dass die Situation im afrikanischen Land zeigt. Es ist ein Mitmachtheater bei dem auch das Publikum eingebunden ist und durch gezielte Übungen und Denkspiele Energie sammelt.

Die erste Szenen ist realitätsnah. Einige Schüler treffen sich und sprechen über die neuen Handymodelle. Einer hat Fotos dabei, die Bergbauarbeiter in Mosambik bei Kohleabbau zeigen. Ein dringend benötigter Rohstoff für Mobilfunkgeräte. Nachdenkliche Gesichter im Publikum. Bei der zweiten und dritten Szene wird es noch deutlicher. Die Profitgier bringt westliche Konzerne so weit, die afrikanischen Bauern von ihrem Land zu vertreiben. Harald Hahn stellt den Schülern die Frage: „Was habt ihr gesehen? Was kann man tun, um die Situation zu verbessern?“

Nach der anfänglichen Scheu, auf die Fragen des Theaterpädagogen zu antworten, bringen die Anwesenden ihre Meinungen auf den Punkt: „Etwas spenden. Die Menschen kennen lernen. Handys recyclen und nicht auf Vorrat bauen. Einen anderen Umgang mit Rohstoffen anstreben.“ Antorten, die den Sinn der Sache treffen.

Egal, welche Hautfarbe

Alvim Cossa bringt es jedoch auf den Punkt: „Was ihr tun könnt, ist erkennen, dass alle Menschen, egal welche Hautfarbe sie haben Menschen sind. Sozial gerechtes Leben für alle, wenn das funktioniert haben wir viel erreicht.“

Zum Abschluss passte das traditionelle südafrikanisches Lied „Shosholoza“, dass bedeutet „Mutig nach vorn schauen“ und „Wir greifen an“ perfekt

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