"Til" gewinnt Nachwuchs-Wettbewerb Toys2Masters

Die Wendener Band "Til" hat es geschafft und den größten Nachwuchsband-Wettbewerb Toys2Masters in NRW gewonnen.
Die Wendener Band "Til" hat es geschafft und den größten Nachwuchsband-Wettbewerb Toys2Masters in NRW gewonnen.
Foto: WP
Die Band „Til“ aus Wenden im Kreis Olpe hat in Bonn das ToysMasters, den größten Wettbewerb für Nachwuchsbands in NRW gewonnen.

Wenden.. Es könnte der Auftakt zu einer ganz großen Karriere sein. Die Band „Til“ aus Wenden hat am Samstag in Bonn das ToysMasters, den größten Wettbewerb für Nachwuchsbands in NRW gewonnen. „Das ist unglaublich, dass wir das geschafft haben, da haben wir nie mit gerechnet“, so Jonas Boubaous, Drummer der dreiköpfigen Band.

Zumal den drei Musikern - mit 17 Jahren die Jüngsten im Feld -, wenn überhaupt, nur Außenseiterchancen auf der Bühne des Brückenforums in Bonn eingeräumt wurden. Zunächst sah es auch nach einem Sieg der Favoriten aus.

Die Halle dominiert

Die Fans der Koblenzer Formation „Ultraschall“ die sowohl die beiden Vorrunden als auch das Viertel- und Halbfinale mit wehenden Fahnen für sich entschieden, dominierten die Halle derart, dass einige der anderen Teilnehmer mitunter Mühe hatten, sich Gehör zu verschaffen. Ihr krachender, kreativer Rock, der mitunter auch durch exzellente Rap-Passagen bereichert wurde, machte Lust auf mehr - nur hatte die Band eben die Rechnung ohne Til gemacht. Die Wendener siegten letztlich sowohl beim stimmberechtigten Publikum als auch bei der Jury.

Dreiköpfige Schülerband In fünf Bussen waren rund 300 Til-Fans mit an den Rhein gereist, um die Halle zu rocken. „Die Stimmung war super, wir hatten zwar zahlenmäßig nicht die meisten, aber auf jeden Fall die lautesten Fans“, lobt Jonas Boubaous die Anhänger.

Der große Erfolg ist kein Zufall. Die Band hatte sich akribisch auf das Finale vorbereitet. Zuletzt hatten sie jeden Abend im Proberaum zugebracht, um an der Performance ihrer fünf selbst geschriebenen Rocksongs zu feilen und nichts dem Zufall zu überlassen. Und am Samstag stimmte einfach alles. „Unser Auftritt war diesmal perfekt, es ist gut gelaufen“, so der Schlagzeuger.

Tolle Siegprämie

Til kann sich nun über ein umfangreiches Gesamtpaket als Siegprämie freuen, das unter anderem einen fünftägigen Studioaufenthalt, einen Auftritt auf der Hauptbühne bei der Veranstaltung „Rhein in Flammen“ in Bonn und die Bewerbung zum PopCamp des Deutschen Musikrats beinhaltet.

Doch auch die restliche Konkurrenz spielte auf durchweg hohem Niveau: Die Kölner Nu-Metal-Formation "Penetration Derby" hämmerte sich in ihren knallroten Overalls um Kopf und Kragen, während die Troisdorfer Band "Officer Love" auf Duett-Gesang setzte. Auch die "Saltshakers", die Lokalmatadoren des Abends, klangen super, als sie sich eine bezaubernde Gastsängerin auf die Bühne holten. Den Auftakt des gut dreistündigen Konzert-Marathons machte allerdings "Lampenschirm", eine Deutschrock-Band aus Karweiler, die wie schon im Halbfinale den undankbaren ersten Slot füllen musste und einmal mehr eine gute Show ablieferte.

Fix und fertig

Nach dem Sieg und der Rückkehr nach Wenden wurde der grandiose Til-Erfolg im „Casa“ in Wenden noch ein wenig gefeiert. „Mehr ging nicht, alle waren nach dem Abend fix und fertig“, so Said Boubaous, Vater von Drummer Jonas. In den nächsten Monaten wollen die drei Musiker ihre Songs, u.a. „Leave“ und „All about you & me“, für die Studioaufnahmen überarbeiten. Dann geht es wieder auf die Livebühne.

 
 

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