Sozialhilfe für Pflegebedürftige steigt im Kreis Olpe stark an

Kreis Olpe Am 24.Juni wurde in Berlin der Bericht des Pflegebeirats dem Bundesgesundheitsminister Bahr übergeben. Dieser Bericht ist die Blaupause für die Pflegereform in der nächsten Legislaturperiode des Bundestags. Der wichtigste Punkt ist die volle Einbeziehung von demeziell erkrankten Menschen in die Leistungen der Pflegeversicherung.

Wie wichtig eine Reform der Pflegeversicherung für den Kreis Olpe ist, darauf wies der DGB-Kreisverbandsvorsitzende Georg Keppeler hin: „Immer mehr pflegebedürftige Menschen im Kreis Olpe sind auf Sozialhilfe angewiesen. Die Ausgaben des Kreises für die Hilfen zur Pflege sind vom Jahr 2006 bis zum Jahre 2010 um 23% auf 2,6 Mio. Euro gestiegen. Auch die finanziellen Belastungen für die Pflegebedürftigen und ihre Familien haben zugenommen.“

Grund dafür sei, dass die Leistungen der Pflegeversicherung jahrelang nicht an die Inflation angepasst worden seien, so der DGB-Vertreter. Mit dem Bericht des Expertenbeirats, an dem auch der DGB mitgearbeitet hat, gebe es jetzt eine gute Grundlage für eine Pflegereform in der nächsten Legislaturperiode. und keine Ausflüchte mehr für die Politik. Menschen mit Demenzerkrankungen müssten endlich anständige Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten und die Beiträge müssten regelmäßig an die Preissteigerung angepasst werden. Das sei auch die Voraussetzung dafür, dass die Pflegekräfte anständig bezahlt werden könnten. Das sei angesichts des drohenden Fachkräftemangels von riesiger Bedeutung, gerade auch im Kreis Olpe.

„Eine starke Pflegeversicherung entlastet die Kommunen und die Angehörigen.“ Da der Pflegebeirat die Kosten für die Pflegereform auf ca. 4 Mrd. Euro schätzt, fordert der DGB-Kreisverbandsvorsitzende Georg Keppeler, die Pflegeversicherung zu einer Bürgerversicherung weiterzuentwickeln. Alle Beschäftigten sollten in dasselbe System einzahlen, und alle Einkommensarten sollten bis zur Beitragsgrenze gleich behandelt werde

 
 

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