Sauerlandhalle bebte

Volle Halle, Super-Stimmung und fantastisches Programm am Samstag in der Schunkelnden Sauerlandhalle.
Volle Halle, Super-Stimmung und fantastisches Programm am Samstag in der Schunkelnden Sauerlandhalle.
Foto: Voss, Nicole
Die Lennestädter Zipfelmützen zündeten eine Stimmungs-Rakete nach der anderen.

Altenhundem..  Von wegen Schluss mit lustig. Von wegen Bühne räumen, und ab nach Hause auf die Couch, wie es Moderator Jan Eberts am Samstag den zahlreichen Jecken in der voll besetzten Sauerlandhalle ironisch empfahl.

Sowohl die Närrinen und Narren, wie auch die Akteure wollten und sollten weitermachen. Bei den Gästen äußerte sich der nicht zu übersehende Spaß an der Freud, zwar ohne „Helau“ und „Alaaf“, dafür jedoch mit beeindruckender Euphorie. Je später der Abend, umso mehr tauschten die Narren ihre gewöhnlichen Plätze mit Tischen und Stühlen.

Der finale Song „Echte Fründe stonn zesamme“ brachte auf den Punkt, was sich während des kurzen, knackigen Programms längst gezeigt hatte. Mit ihrer unbeschreiblich, lockeren Art, ihrem trockenen Humor, Schwarzlicht-Show vom Feinsten, zum Schreien komischen Wortbeiträgen und jeder Menge Musik haben sich die Lennestädter Zipfelmützen viele Freunde gemacht, die ihnen über die Jahre hinweg die Treue hielten und halten, die sie begeistert feiern und mit ihrem Applaus belohnten.

Außer Rand und Band

Die karnevalistischen Exoten des Kreises zogen wieder alle Register des närrischen Frohsinns und zeigten, dass es auch nach 44 Jahren drauf haben ihr Publikum außer Rand und Band zu bringen. Oldies und Youngsters, womit natürlich der Zipfelmützen-Nachwuchs gemeint ist bilden eine tolle Einheit. Nicht aus dem Programm wegzudenken ist Peter Dommes, der mit spritzigen Wortbeiträgen und immer neuen Ideen überzeugt. Der Tod (alias Tobias Wirtz) konnte sich trotz vehementer Bemühungen nicht durchsetzen und musste dem Jecken Frohsinn weichen. In der Heute-Show gab es aktuelle Themen in lustiger Verpackung. Das Dream-Team Laura & Thomas machte seinem Namen keine Ehre, die Hochzeit wurde abgesagt, weil Thommy zu alt geworden ist.

„Sechszylinder & Klimperton“: Eine geniale Idee der altersmäßig bunt gemixten Gruppe um Anke Eberts, Tobias Wirtz, Helmut Eberts, Rolf Redecker, Jan Eberts und Thomas Grobbel.

Sie verpackten A-Capella genial verfremdete Texten wie „Wenn bei Capri die rote Kehle versinkt“ und „Komm unter meine Theke“ zu einem wahren Hörgenuss.

Genial bekloppt: Heinz aus Mainz

Als genial bekloppt, schöpfte Heinz aus Mainz (Florian Redecker) verbal aus dem Vollen und stellte treffend fest: Super-Halle, Super-Stimmung und Super-Empfang. „Zum Kennen lernen gibts ja heute viele Möglichkeiten. Ich habe meine Frau noch klassisch beim Pokern gewonnen“, scherzte Heinz aus Mainz und feuerte mit seinem genial, trockenen Humor gleich noch einen ab: „Ich mache Trennkost. Sie isst in der Küche, ich im Wohnzimmer“. Gassenhauer verpackte die „Kerntruppe“ der Zipfelmützen in der Schwarzlichtshow. Zuvor noch einige Hoppeditzche sehenswert dargeboten von den Lennefunken, der Tanzgarde Langenei, der Funken- und Prinzengarde Helden hieß es leider schon wieder. „Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät? Soll das heißen, ja ihr Leut mit dem Programm ist Schluss für Heut. Doch echte Fründe ston zesamme und feierten mit der Band „Night Delight“ bis in die frühen Morgenstunden.

EURE FAVORITEN