Rehringhauser BI läuft Sturm gegen Politik

Um eine „vernünftige und sinnvolle Zukunftsplanung zum Wohl der Bürger“ hätte es in der Stellungnahme der Stadt Olpe zu den geplanten Standorten von Windrädern gehen sollen, meint die Bürgerinitiative Rehringhauser Berge.

Rehringhausen.. Sie hatte im Vorfeld, so Vorsitzender Christof Gerhard, „mit einigen Parteien über unsere Gründe gegen den weiteren Ausbau der Windenergieanlagen“ gesprochen. Unterstützung fanden sie bei AfD, FDP, UCW und Piraten. Eher ernüchternd sei das Gespräch mit der CDU verlaufen, die SPD habe auf die Bitte um ein Gespräch nicht geantwortet.

Chance verpasst

Leider habe auch die Stadt mit ihrer Stellungnahme wieder mal eine Chance verpasst. Andere Kommunen wie z.B. im Kreis Siegen-Wittgenstein und im Hochsauerlandkreis hätten sich deutlich ablehnend gegen die Pläne aus Arnsberg positioniert. So hätten sich Brilon, Marsberg und Olsberg geschlossen gegen die überzogenen Windkraftpläne der Landes- und Bezirksregierung gestellt. Die Rehringhauser BI meint, „den Mut hätten auch die Olper Politiker aufbringen müssen, wenn sie sich mit dem Thema wirklich intensiv auseinander gesetzt hätten“ und erinnert an die geringen Abstandsflächen, die Auswirkungen von Infraschall, die Beeinträchtigung von Lebensqualität, Beleuchtungsanlagen, die nachts unentwegt leuchten und blinken sowie den Infraschall, der in einem nicht unerheblichen Maße gesundheitsschädigend sei. Hier werde der Schutz des Menschen mit Füßen getreten.

Weil Windkraftanlagen im Mittelgebirge durchgängig weniger als 17 Prozent der möglichen Leistung lieferten, die produzierte Energie noch nicht gespeichert werden könne und deshalb ein Abschalten der herkömmlichen Kohle- und Atomkraftwerke nicht möglich sei, fordern die Rehringhauser, vor einer weiteren Naturzerstörung die technischen Probleme der Speicherung und der Spannungsschwankung zu lösen. Nicht nachvollziehen kann die BI, dass die Bürger im Jahr 12 Milliarden Euro zahlen müssten, (EEG-Umlage für Windenergie), damit sich irgendwelche Investoren zu Lasten der Allgemeinheit ihre eigenen Taschen vollstopfen könnten. Das Allerschlimmste sei jedoch, „dass unsere wirklich schöne Natur und Landschaft durch den möglichen Bau von über 40 Windrädern im Stadtgebiet Olpe dauerhaft in einem unzumutbaren Maße zerstört wird.“

Frustrierender Bauausschuss

Besonders frustrierend sei, dass der Bauausschuss die Vorrangzone „Hohe Rhonard“ herausgenommen habe. Gründe dafür seien die Nähe zum Kernstadtgebiet (Abstand ca. 2400 Meter) und die damit verbundenen Unzumutbarkeiten für die Bürger. Gerhard: „Sind die Dorfbewohner Bürger 2. Klasse (Abstandsforderung 600 bis 800 Meter)?“

Interessant sei auch, dass Oberveischede aufgrund der interkommunalen Verhältnisse sehr stark beeinträchtigt würde und deshalb in der Stellungnahme besonderen Schutz erfahre. Es sei sicher reiner Zufall, dass ausgerechnet in Oberveischede „politische Größen“ lebten.

Jetzt fragt sich die BI, ob man in Olpe Angst vor der Bezirksregierung habe oder Druck ihrer jeweiligen Landes- und Bundesparteien spüren würden.

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