Radler haben ihren Fahrradtunnel wieder

Tunneleröffnung in Hützemert.
Tunneleröffnung in Hützemert.
Foto: privat
„Endlich ist wieder Leben im Tunnel, in dem es drei Jahrzehnte ruhig war“, freute sich Sascha Koch, Vorstandsmitglied der Dorfgemeinschaft Hützemert, bei der offiziellen Eröffnung des mit 724 Metern zweitlängsten Fahrradtunnels Deutschlands.

Hützemert.. Die Dorfgemeinschaften Hützemert und Wegeringhausen hatten ganze Arbeit geleistet: Fahrradfahrer, Wanderer und jede Menge weitere Gäste genossen bei strahlendem Sonnenschein das sorgfältig vorbereitete Eröffnungsfest.

Die Musiker des Musikvereins Wegeringhausen waren die ersten, die den Tunnel offiziell passieren durften, bevor die Offiziellen das Band durchschnitten und den Tunnel so offiziell freigaben.

Sascha Koch appellierte trotz aller Freude an die Politiker, das nächste Projekt der Hützemerter Dorfgemeinschaft, die Restauration des alten Bahnhofs, trotz knapper Finanzen zu unterstützen. Entstehen soll ein Treffpunkt für Jung und Alt, ein Spielplatz mit Boule-Bahn, ein Proberaum für Chöre, ein Ausstellungsraum und ein Seniorentreff, eine Krabbelstube und eine Dorf-Bücherei. Für die Radler, die das Bahnhofsgelände auf dem neuen Radweg passieren, soll eine Jausenstation mit Bewirtung angeboten werden (wir berichteten mehrfach).

Bürgermeister Theo Hilchenbach sagte: „Der Tunnel hat eine verbindende Wirkung und eine überregionale Bedeutung.“ Er bat alle darum, den Tunnel wie ein Kleinod zu achten.

Landrat Frank Beckehoff sagte, dass nach dem Lückenschluss die attraktive Radtrasse fortgesetzt werde und gab Informationen zur Regionale 2013. Auch der Landrat zeigte sich überzeugt, dass der Tunnel bei Einheimischen und Touristen Anklang finden werde. Bergneustadts stellvertretender Bürgermeister Jörg Haselbach sprach sogar von einem historischen Augenblick. Ludger Siebert machte darauf aufmerksam, dass Straßen NRW sich seit dem Jahr 2006 intensiv bemühe, die Radfahrer von den Bundestraßen „zu holen“. In den vergangenen 32 Jahren seien 1,5 Milliarden Euro in 8250 Kilometer Radwege investiert worden. „Es ist absehbar, dass das Sauerland zum Radwegeparadies wird. Das Radverkehrsnetz verbindet mit einheitlicher Beschilderung“, lobte Siebert.

Seit Dezember 1979, als der Schienenverkehr des Teilstücks von Dieringhausen nach Olpe eingestellt wurde, lag der Tunnel brach. Im vergangenen Jahr wurde der Tunnel zwischen Hützemert und Bergneustadt mit viel Aufwand und Liebe zum Detail renoviert. Er dienst als direkte Verbindung vom Sauerland ins Rheinland. Die Idee, die ursprünglich von ,Drolshagen Marketing’ kam und von der Stadt Drolshagen und Straßen NRW umgesetzt wurde, ist jetzt eine attraktive Radwegeverbindung. Die Kosten von rund 785 000 Euro trug Straßen NRW.

 
 

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