Preis ein Schub für das Projekt Alter Bahnhof

So könnte der Alte Bahnhof in Attendorn einmal als Bürgerhaus aussehen.
So könnte der Alte Bahnhof in Attendorn einmal als Bürgerhaus aussehen.
Foto: WP
Der Attendorner Verein Alter Bahnhof, der das alte Bahnhofsgebäude in ein Bürgerhaus umwandeln möchte, ist mit dem ersten Preis des Wettbewerbs „Westfalen bewegt“ ausgezeichnet worden. Das Preisgeld ist dabei nur zweitrangig.

Attendorn.  „Die Signale bewegen sich in Richtung Grün. Wichtiger als das Preisgeld, das wir auch gerne annehmen, ist, dass dieser Preis in Attendorn, aber auch in ganz Westfalen deutlich macht: Hier entsteht ein Projekt mit überregionaler Strahlkraft“, machte Martin Kuschel, Vorsitzender des Vereins Alter Bahnhof bei der Übergabe des ersten Preises des Wettbewerbs „Westfalen bewegt“ dessen Stellenwert für den Verein deutlich.

Wolfgang Schäfer, Geschäftsführer der Stiftung Westfalen-Initiative, die den Preis in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben hat, war voll des Lobes für das Projekt und die Zähigkeit, mit der der Verein Alter Bahnhof mit seinen 170 Mitgliedern, und vor ihm schon eine Bürgerinitiative, über viele Jahre ihr Ziel verfolgt, den alten Attendorner Bahnhof zu einem Bürgerhaus umzubauen. Der mit 20 000 Euro dotierte Preis gehe an ein „ganz hervorragendes Projekt“, das durch den Preis „einen weiteren Schub“ erhalte. Schäfer: „Es muss weiter voran gehen“, wozu er weitere Hilfe der Westfalen-Initiative anbot.

Dirk Glaser von Südwestfalen--Agentur betonte, dass der Verein die Auszeichnung und die damit verbundene Unterstützung und Anerkennung verdient habe. Der Weg sei nicht leicht gewesen und er werde zukünftig auch nicht leicht sein. Das sei Ziel nicht erreicht „und noch sind nicht alle Hausaufgeben gemacht“, betonte Glaser.

Mittelteil durch Neubau ersetzen

Da sei man bei, erklärte Martin Kuschel und sagte, dass man die angebotene Hilfe der Westfalen-Initiative in jedem Fall annehmen werde. Wie man das auch bei dem Projekt Initiative ergreifen und mit dem Büro Startklar gehalten habe. Kuschel führte weiterhin aus, dass die beiden Workshops zu den Themen Architektur und Wirtschaftlichkeit den Verein deutlich weitergebracht hätten.

An den Wänden hingen neue Ansichten als Ausfluss aus dem Workshop Architektur die zeigen, wie der Alte Bahnhof als Bürgerhaus aussehen könnte. Sie sehen vor, das gesamte marode Mittelteil des Bahnhofsgebäudes, das laut Kuschel „eigentlich nur stört“, abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Dieser soll im Obergeschoss zur Straße Zollstock mit einer durchgehenden Glasfassade und auch zu den Bahngleisen hin weiter herausgezogen werden, um so Platz für einen Veranstaltungssaal mit bis zu 200 Sitzplätzen und ein großzügiges Foyer zu erhalten.

Im Erdgeschoss soll es einen zweiten, kleineren Saal mit circa 70 Sitzplätzen sowie Seminar- und Gruppenräume geben. Die Realisierung dieser Planung, die noch konkretisiert werden muss, würde wohl Gesamtbaukosten von mehr als drei Millionen Euro verursachen und muss unter anderem auch noch mit der Stadt Attendorn abgestimmt werden.

 
 

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