Poker-Weltmeister Pius Heinz tritt bei Benefiz-Turnier im Sauerland an

Den Organisatoren des 1. Charity Poker Turniers Ralf Naporra, Alexander Hufnagel und Tobias Walkebach ist mit der Zusage von drei absoluten internationalen Poker-Stars ein grandioses Husarenstück gelungen.
Den Organisatoren des 1. Charity Poker Turniers Ralf Naporra, Alexander Hufnagel und Tobias Walkebach ist mit der Zusage von drei absoluten internationalen Poker-Stars ein grandioses Husarenstück gelungen.
Foto: WP
Der amtierende Poker-Weltmeister Pius Heinz tritt beim 1. Charity Poker Turnier in Altenhundem an.

Altenhundem.. Was ist das, wenn Erdnase, MastaP89 und „The Panzer“, der im Internet auch unter „Pusteblume“ firmiert, sich an einen Tisch setzen und mehr oder minder fröhlich, aber stets hoch konzentriert Karten spielen? Das ist weder Skat nach Doppelkopf. Dann ist Poker angesagt.

Die drei Spieler sind aber nicht irgendwelche ihrer professionellen Zunft. Bei MastaP89 handelt es sich um Pius Heinz, der im vorigen November als erster Deutscher das Finale der World Series in Las Vegas gewann und lockere 8,7 Millionen dafür abgegriffen hat. George „The Panzer“ Danzer tummelt sich ebenfalls erfolgreich auf dem internationalen Spieler-Parkett. Und der gebürtige Heggener Jan Heitmann hat bei den European Masters 2006 flotte 127 000 Euro gewonnen.

Alle drei werden am 1. Charity Poker Turnier am 24. und 25. März, von Samstag 11 Uhr bis Sonntag gegen 2 Uhr, in der Sauerlandhalle in Altenhundem teilnehmen. Haben damit die anderen 300 Spieler überhaupt noch eine Chance?

Nur zehn Tage nach Bekanntgabe des Turniers waren sämtliche Plätze vergeben, eine Antrittsgebühr von 15 Euro spülte erstes Geld in die Benefiz-Kasse. Denn neben dem Spaß an dem spannenden Spiel, der Beobachtung der exzellenten Spieler, wozu sicherlich Hunderte Pokerfreunde nach Altenhundem kommen werden, steht der gute Zweck im Mittelpunkt. Und genau dem haben sich die leidenschaftlichen Hobbyspieler Ralf Naporra, Alex Hufnagel und Tobias Walkenbach verschrieben.

Der komplette Reinerlös ist für die Aktion „Strahlemännchen“ und den Verein „Frauen helfen Frauen“ bestimmt, so Naporra. Als Jan Heitmann bereits vor Jahren vom Vorläufer des 1. Charity Poker Turniers erfuhr, sagte er spontan zu. 3 000 Euro Erlös wurden damals erwirtschaftet.

Diesmal soll es weitaus mehr werden. Heitmann ist begeistert: „Das Organisationsteam ist unheimlich sympathisch, hat schon bei der Premiere einen Riesenerfolg gelandet. Für mich ist die caritative Komponente besonders wichtig.“

Das Organisationstalent und die Kreativität der Lennestädter findet Poker-Profi Heitmann bewundernswert. So hat das Trio einfach mal telefonisch beim neuen Poker-Weltmeister Pius Heinz angefragt und ihn zu seinem Turnier eingeladen. Heitmann: „Pius hat mich dann angerufen und nach meinen Schilderungen spontan zugesagt.“

Überhaupt ist das Turnier akribisch und vor allem ehrenamtlich durchorganisiert. Fußball-Trainer Naporra konnte die gesamte Mädelstruppe des VfL Heinsberg für die Bedienung gewinnen, Freunde und Partnerinnen springen ebenso ein wie zahlreiche Sponsoren, die attraktive 80 Preise für das Turnier - darunter zwei Flachbild-Fernsehgeräte - gestiftet haben. Für Speisen und Getränke - vom Cocktail bis zum Schickimicki-Prosecco, von der deftigen Bulette biszum kühlen Pils - für Spieler und Schaulustige ist gesorgt.

Wie ist das nun mit den Chancen für Hobby-Spieler? Jan Heitmann weiß nur zu gut, dass die „Meute“ den Stars nur allzu gern ein Beinchen stellen würde. Poker ist eben kein Spiel wie jedes andere. Heitmann: „Es sind genug Leute dabei, die Ahnung von Poker haben. Für sie stellt der Wettstreit mit einem Profi sicherlich eine besondere Herausforderung dar. Wichtig ist es für jeden Spieler, sich in den Kopf des Gegenübers einzuklinken, seine Taktiken zu erkundschaften, darauf zu reagieren.“

Wie ernst es die Organisatoren mit ihrem Projekt meinen, beweist auch die Tatsache, dass sie sich das „CPT-LA, das Charity Poker Turnier in Lennestadt-Altenhundem - haben schützen lassen. In zwei je dreistündigen „Heats“ werden je 150 Spieler an 15 Tischen ums „Überleben“ kämpfen. Wer nach der jeweiligen Distanz auch nur noch einen Chip sein eigen nennt (gestartet wird mit 5 000 Euro), ist automatisch im Finale.

Wer weder eines der begehrten Antritt-Tickets ergattert noch eine Chance hat, von der Warteliste nachzurücken, für den gibt es ein besonderes Bonbon: Drei Plätze werden an einem „Sit and go“-Tisch verlost. Per Loskauf kann man sich also direkt in diese SNG-Runde „einkaufen“. Und wer es wirklich schafft, einen der Stars hinter sich zu lassen, der kann dies für alle Ewigkeiten der staunenden Pokerwelt kundtun: mit einem „Knock-out-Shirt“.

Es sind also alle Weichen gestellt für ein phantastisches Pokerturnier. Dank des Einsatzes der Organisatoren und ihrer Helfer. Und natürlich der drei absoluten Poker-Stars.

 
 

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