Poker-Profis fühlen sich pudelwohl

Poker-Charity-Turnier 2014
Poker-Charity-Turnier 2014
Foto: WP
Erneut ausverkauft war das 4. Charity-Poker-Turnier in der Sauerlandhalle. 300 Spielerinnen und Spieler schenkten sich nichts. Und die Poker-Profis mussten erneut erkennen, dass es trotz Erfahrung und Könnens nicht ganz ohne Kartenglück geht. Erneut kam wieder eine tolle Summe für den guten Zweck zusammen.

Altenhundem..  Seine Freude hielt er dezent zurück. Zunächst war nur die geballte Faust des Sieges zu sehen, bevor Daniel Albers den Sieg bei seinen Gegner abklatschte und anschließend triumphierte. Es war Samstag Nacht genau 1.17 Uhr, als der Werksstudent der Firma Eibach alles perfekt machte und den Sieg beim dritten „Poker-Charity-Turnier“ in der Altenhundemer Sauerlandhalle einfuhr.

Der 27-Jährige blickt zwei Tage später auf einen Tag zurück, an den er sich noch lange erinnern wird: „Ich wusste beim Showdown, dass ich vorne bin, doch im ersten Moment kann man es nicht fassen, dass man nach zehn Stunden gewonnen hat“. Daniel Albers, der bei seiner Premiere im vergangenen Jahr auf Platz 43 landete, wurde in diesem Jahr mit einem Flachbildschirmfernseher, gespendet von der Firma Bergmoser, belohnt. Der Sieg verlangte dem Hobby-Pokerer, der zum zweiten Mal beim Charity-Poker Turnier in Altenhundem dabei war, einiges ab. Vor allen Dingen höchste Konzentration. Die kleinste Unachtsamkeit hätte im schlechtesten Fall jeden Siegeswillen zunichte machen können. Und da waren ja auch noch die Profis, mit ihrer teilweise jahrelangen Erfahrung, die es galt „auszuspielen“.

Poker-Profis

Die Riege der Prominenten Pokerer war fast unglaublich. Neben Crazy Sheep und George Danzer, die bereits im vergangenen Jahr dabei waren, gaben sich am Samstag auch die weiteren Mitglieder des Teams Germany der „Poker Stars“, Jan Heitmann, Michael Keiner und Natalie Hof ein Stelldichein. Letztgenannte war die einzige „Promi-Frau“ unter den insgesamt rund 300 Teilnehmern. Trotz Erfahrung reichte es nicht fürs Finale. „Für mich lief es nicht gut. Ich hatte keine guten Blätter. Aber ich bin auch nicht zum Gewinnen hier, sondern um Spaß zu haben. Pokern ist ein Gesellschafts- und Strategiespiel. Jeder Fehler wird bestraft. Als interkulturelle Pädagogin weiß ich, dass sich gute Karten schlecht verbergen lassen. Pokern lernt man eben nicht an einem Tag“, so Natalie Hof.

Trotz ihres vorzeitigen Ausscheidens blieb Natalie Hof, ebenso wie die weiteren Promis, bis zum Turnierende und schaute den Pokerern über die Schulter. Mit von der Partie waren auch Jens Knosalla und Martin Pott.

Attraktive Preise

Zu gewinnen war für die Mehrzahl der Teilnehmer nicht das Maß der Dinge und auch trotz der über 100 tollen Preise nicht das Ziel. Einer von ihnen war Jörn Nießen (23.). Mit über 18 000 nach anfänglich 5000 Chips ins Finale einzuziehen war für den Drolshagener ein Erfolg. „Es läuft gut für mich. Ich bin zufrieden. Ich dachte, ich bin schon nach einer halben Stunde raus. Ich bin ohne ein Ziel her gekommen und hab somit schon gewonnen“, so Jörn Nießen, der auf Nachfrage, ob es anstrengend sei antwortete: „Die 3 1/2 Stunden, die der Heat dauerte, merkt man gar nicht. Die Zeit vergeht wie im Flug.“

Nach den zwei Heats, aus deren jeweils 150 Teilnehmern die Finalisten ausgespielt waren, wurde der „Promi-SNG“-Tische gedeckt. Neben dem Organisatorentrio nahmen die genannten Stars, drei Gewinner der Internet-Auktionen und drei weitere, die kurz vorher ausgelost wurden, teil. Hier zeichnete sich ein interessantes Ergebnis ab. Mitorganisator Ralf Naporra, der im vergangenen Jahr zuletzt mit George Danzers Freundin am Tisch saß und sich mit ihr den Sieg teilte, teilte am Samstag erneut: Als Sieger mit George Danzer, der ebenfalls alleine mit ihm am Tisch saß. Der zweite Platz im Gesamt-Turnier ging an Martin Melichan (Elspe).

Eines ist klar: Ein Pokerturnier mit 300 Teilnehmern auf die Beine zu stellen, ist schon eine Wahnsinnsleistung,. Das wurde am Samstag beim Blick in die Sauerlandhalle in Altenhundem schnell deutlich. Doch die drei organisierenden „Chefs“ sahen das anders und legten trotz der überall zu hörenden Lobeshymnen Bescheidenheit an den Tag. „Es läuft einfach, Dank der vielen Helfer, die sich in den Dienst der guten Sache stellen und uns fantastisch unterstützen. Wir sind heute hier nur die stillen Teilhaber“, so Mitorganisator Ralf Naporra, der das dritte Charity-Poker-Turnier in Lennestadt gemeinsam mit Alexander Hufnagel und Tobias Walkenbach auf die Beine gestellt hatte.

Und das Beste kam zum Schluss : Alle Promis signalisierten, im nächsten Jahr wieder dabei sein zu wollen. Der gute Zweck stand natürlich auch im Mittelpunkt. Der Erlös ist zu gleichen Teilen für die Vereine „Strahlemännchen“ und „Frauen helfen Frauen“ bestimmt.

 
 

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