Neues Rathaus statt alter Wurstfabrik

Metten in Finnentrop
Metten in Finnentrop
Foto: WP
  • Vorschlag der Freien Wähler
  • „Schandfleck“ der Tallage tilgen
  • Altes Rathaus soll zu einem Pflegeheim werden

Finnentrop.. Mit einem spektakulären Vorschlag stoßen die von Marcell Hesse geführten „Freien Wähler FÜR Finnentrop“ eine Diskussion über den Metten-Komplex in der Finnentroper Tallage an. Sie schlagen vor, die in weiten Teilen leerstehende ehemalige Fleischfabrik abzureißen und an gleicher Stelle ein neues Rathaus zu bauen. Das jetzige Rathaus könnte laut Freier Wähler aufgrund der vorhandenen Gebäudestruktur und der zu erwartenden demografischen Entwicklung als Seniorenpflegeeinrichtung genutzt werden. Marcell Hesse: „Es besteht die einmalige Möglichkeit, durch eine Konzentration der zentrumstypischen Merkmale, Finnentrop wieder entsprechend seinen historischen Wurzeln zu entwickeln.“

Das Ortsbild prägend

Hesse bezieht sich mit dem Vorstoß auf einen Aufruf von Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, der anlässlich seines Besuches am 4. September („Lenne lebt!“) die Finnentroper aufgerufen hatte, Vorschläge für eine neue Nutzung des Metten-Komplexes zu entwickeln: „Das Land lässt Finnentrop nicht im Regen stehen“, so Minister Groschek.

In einer Presseerklärung beklagt Marcell Hesse, dass die seit Jahren andauernde städtebauliche Neuordnung der Tallage Finnentrop bislang an dem entscheidenden und ortsbildprägenden Gebäude vorbeigegangen ist: „Die ehemalige Fleischwarenfabrik, zentral an der B 236 gelegen, stellt mit ihrer Gebäudestruktur als weithin sichtbare Industriebrache einen unansehnlichen, das Stadtbild dominierenden Störfaktor dar.“ Die räumliche Aufteilung der in die Jahre gekommenen Industrieruine verhindere eine sinnvolle Neunutzung des Komplexes und erfordere immensen Investitionsbedarf bei eventuellen Umbauarbeiten, die wirtschaftlich kaum darstellbar seien. Bekanntlich seien auch die Bemühungen der Inhaber, das Gebäude abzureißen und auf der Fläche einen Discounter anzusiedeln, gescheitert. Hesse: „Gleichwohl ist einzig der Abriss des Komplexes eine sinnvolle und zukunftsweisende städtebauliche Maßnahme.“

4000 Quadratmeter Freifläche

Durch den Abriss entstünde eine Freifläche von rund 4000 qm „in prädestinierter Lage im alten Ortskern, direkt an der B 236.“ Zur Attraktivierung dieses zentralen Bereiches mit seinen hervorragenden verkehrstechnischen Anbindungen durch Schiene, Straße und Radwegen, in Verbindung mit den bestehenden Angeboten durch medizinische Versorger und weiteren Dienstleistern biete sich die Ansiedlung eines wichtigen Gebäudes wie dem Rathaus an.

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