Neubau des Gemeindezentrums soll wieder Leben in das Dorf bringen

Bei den Maumker Bürgern stießen die Pläne auf ein positives Echo.
Bei den Maumker Bürgern stießen die Pläne auf ein positives Echo.
Foto: WP

Maumke.. Der Platz in der Alten Schule in Maumke, direkt neben der Agatha-Kirche, reichte kaum aus, um den 80 interessierten Bürgern Platz zu bieten.

„Leben braucht Räume. Und wo Raum ist, da kann sich auch Leben entwickeln,” erklärte Pastor Ludger Wollweber und erläuterte die Pläne für einen geplanten Neubau. Zur Zeit verteilt sich das Gemeindeleben der Maumker auf vier Gebäude. Die alte Schule für die Kirchengemeinde, die Vikarie mit Pfarrbüro und Bücherei, eine kleine Hütte, die als Behelfslösung für einen fehlenden Jugendtreff dient und natürlich der Kindergarten, der im Baustil der 70er Jahre einem modernen Betrieb mit U-3 Betreuung nicht mehr gerecht werden kann und dessen Mauerwerk bereits bröckelt.

Schimmel und Feuchtigkeit sorgen nicht gerade für heimelige Gemütlichkeit und in der alten Schule musste bereits das Treppenhaus mittels Stützpfeilern vor dem Einsturz bewahrt werden. „Dies sind Gebäude, die kosten, aber nur einen eingeschränkten Nutzen bieten,” erkläre Wollweber. Auf der Suche nach einer Lösung, schrieb die Kirchengemeinde St. Agatha Maumke einen Architekten-Wettbewerb aus. Die Gewinner, das Architektenbüro Klein und Neubürger aus Bochum, stellte am Montag Abend die vorläufigen Pläne vor. So soll die alte Schule einem Neubau auf verschiedenen Ebenen weichen, der genug Platz für einen Kindergarten mit drei Gruppen, das Pfarrheim samt Büro und Bücherei und einen Jugendtreff bietet. „Es sollen neue, moderne und ansprechende Räume für die Gemeinde und den ganzen Ort entstehen,“ so Pastor Wollweber. Eine ganzflächige Verglasung Richtung Süden, sowie teilverglaste Pultdächer lassen viel Licht herein in die barrierefreien und behindertengerechten Räume. Ein Dorfplatz vor der Kirche und dem Neubau soll den Maumkern endlich einen „Ortskern” geben, der belebt ist. Während die alte Schule dem Neubau weichen muss, könne die Vikarie stehenbleiben. „Falls der Kindergarten mal wachsen sollte oder man sonst noch Bedarf an zusätzlichem Raum hat,” so die Architekten. Zu den Kosten angesichts leerer Kassen und sinkender Einwohnerzahlen erklärte Pastor Wollweber: „Die Kosten einer Renovierung wären höher als ein Neubau und auch die Vikarie kann nicht mehr kostendeckend erhalten werden. Die Energiekosten für die alten Gebäude sind enorm.“ Bei den Maumker Bürgern stießen die Pläne auf ein positives Echo.

 

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