Naturschutzverbände lehnen Pläne für Industriegebiet ab

Attendorn.  Naturschutzverbände lehnen den Bebauungsplan Nr. 74 der Stadt Attendorn ab. Das teilt der Verein Bürgerinitiative zur Erhaltung des Eckenbachtals mit.

„Die Stadt Attendorn plant anscheinend ausschließlich im Sinne der Gewerbe- und Industrietreibenden“, so die Naturschutzverbände BUND, NABU und LNU in einer zehnseitigen Stellungnahme des Landesbüros der Naturschutzverbände NRW zum Bebauungsplan Fernholte.

Die Naturschutzverbände üben Kritik an den Plänen der Stadt zur Festsetzung des Industrie- und Gewerbegebiets Eckenbachtal/Fernholte. Einzelne Punkte sind neben der ihrer Meinung nach mangelhaften Berücksichtigung natur- und artenschutzrechtlicher Belange der zweifelhafte Bedarf für ein Plangebiet dieser Größenordnung sowie eine unausgewogene Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung.

Der Bedarf basiere lediglich auf Hochrechnungen. Erhebliche Kostensteigerungen seien bereits erkennbar, Kostenrisiken resultierten aus der Unmöglichkeit einer Teilerschließung. Die Stadt arbeite mit ihren Planungen gegen die Ziele des Nachhaltigkeitsrats der Bundesregierung und der europäischen Kommission, die eine Reduzierung des Flächenverbrauchs anstreben. Es ist von klimaschädlichen Auswirkungen, schutzwürdigen Böden, Stabilitätsverlusten und Umweltbelastungen bei fraglicher Geländeeignung die Rede.

Von den Naturschutzverbänden Kritisiert wird auch der Umweltbericht der Stadt. Die Beeinträchtigungen der Tier- und Pflanzenarten im Plangebiet sowie die Auswirkungen auf den Eckenbach seien unzureichend und unvollständig untersucht, die Möglichkeiten der Eingriffsvermeidung und Eingriffsminimierung seien nicht ausgeschöpft.

 
 

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