Nach schwerem Schicksalsschlag sucht Familie Lippert in Meggen eine neue Heimat

ustand des Grundstücks in Meggen beschwert, der Kreis Olpe hat eine Räumung des Altmetalls bis Ende Juli 2013 verfügt.
ustand des Grundstücks in Meggen beschwert, der Kreis Olpe hat eine Räumung des Altmetalls bis Ende Juli 2013 verfügt.
Foto: WP
Bei der Explosion von gasflaschen in ihrem Haus in Winterberg-Silbach zog sich das Ehepaar Lippert im August 2009 Verletzungen zu, ihr Sohn erlitt sachwerste Verletzungen. In Meggen hofft das betagte Ehepaar ,eine neue Heimat zu finden.

Meggen.  In Meggen hat der Zustand des Grundstücks in der Meggener Straße 67 in der örtlichen Bevölkerung für Aufregung gesorgt. Etlicher Anrufer bei den Behörden haben auf die „Müllkippe“ bzw. das „illegale Altmetalllager“ hingewiesen. Die Untere Umweltbehörde des Kreises Olpe und die Stadt Lennestadt waren vor Ort.

Dabei galt es nicht, den optischen Eindruck zu bewerten, sondern im Rahmen der Gefahrenabwehr Entscheidungen zu treffen. Eine Meggener Bürgerin schimpfte: Im Ort seien viele Menschen mit Vehemenz damit beschäftigt, die Weichen in Richtung Zukunft zu stellen und das ehemalige Bergbaudorf zu verschönern. Und auf der anderen Seite des Ortes entstehe gleichzeitig ein Schrottplatz.

Schicksalsschlag

Für den Zorn seiner Mitbürger hat Karl Heinz Lippert wenig Verständnis. Der 83-Jährige muss gemeinsam mit seiner Ehefrau Maria mit einem schweren Schicksalschlag fertig werden. Denn im August 2009 kam es in ihrem Einfamilienhaus in Winterberg-Silbach zu einer schweren Explosion, als Gasflaschen in die Luft flogen und sich der Sohn schwerste Verletzungen zuzog und auch das Ehepaar verletzt wurde.

Neue Heimat

In Meggen suchten sie eine neue Heimat, erwarben das Haus in der Meggener Straße 67 von der Bahn. Und müssen das alte Gebäude von Grund auf erneuern. Die Lipperts haben das Haus komplett entkernt, von Schimmel befallenes Mauerwerk erneuert, Wasser- und Stromleitungen sowie Heizungsrohre komplett neu installiert. Karl Heinz Lippert: „In diesem Zusammenhang haben wir eine Genehmigung von der Abfallwirtschafts-Abteilung des Kreises eine Genehmigung, die Sachen bis zum August auf unserem Grundstück zwischen zu lagern.

Und was die dort abgestellten Fahrzeuge anbelangt macht Lippert aus seinem Herzen keine Mördergrube: „Ich kann so viele Autos kaufen wie ich will und sie auch auf meinem Grundstück abstellen.“

Von seinen Meggener Mitbürgern erhofft sich Lippert ein bisschen mehr Verständnis: „Wir waren und sind immer noch in Not.“

 
 

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