Mit dem Rad von Olpe bis nach Hattingen

Die ersten Radfahrer auf dem neu eröffneten Pedalparcours zwischen Olpe und Drolshagen. Im Rahmen der Bauarbeiten mussten auch fünf Brücken in Stand gesetzt werden.
Die ersten Radfahrer auf dem neu eröffneten Pedalparcours zwischen Olpe und Drolshagen. Im Rahmen der Bauarbeiten mussten auch fünf Brücken in Stand gesetzt werden.
Foto: WP

Olpe..  Nach 19 Monaten Bauzeit ist der Lückenschluss vollendet: Mit der Eröffnung des neuen Radweges von Olpe nach Drolshagen sorgten Olpes Bürgermeister Horst Müller und Ludger Siebert (55) aus Olpe, Leiter der Regionalniederlassung Südwestfalen des Landesbetriebs Straßenbau NRW mit Sitz in Siegen, am Donnerstag für freie Fahrt.

Der 2100 Meter lange Pedalparcours, der unweit der neuen Brücke von der B 54/55 hoch zum Gewerbepark Hüppcherhammer an das Drolshagener Radwegenetz anknüpft, ist nicht gerade ein Schnäppchen: Ludger Siebert bezifferte die Gesamtkosten am Donnerstag auf 810 000 Euro.

Mit 274 000 Euro war die Radlerpiste selbst nur der zweitdickste Batzen. „Immens teuer“, so der Chef von Straßen.NRW in Südwestfalen, sei die Instandsetzung der fünf alten Bahnbrücken gewesen. Die schlug nämlich mit stolzen 426 000 Euro zu Buche.

Die Brücke in Rosenthal, weltweit das erste Bauwerk, das mit extrem haltbarem Nano-Zement der Firma ZOZ erstellt wurde (wir berichteten), ist ein Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird. Expertenteams der Uni Siegen überprüfen die Brücke regelmäßig auf ihre Verschleißfestigkeit.

Runderneuert wurden darüber hinaus der Durchlass am Biggedamm in Olpe, die Brücke zum Betonwerk bei Rosenthal, die Brücke über die alte B 54 und die Brücke über die Brachtpe.

Mit dem neuen Radweg eröffnen sich Fahrradfahrern neue Perspektiven. „Wer beispielsweise in Drolshagen wohnt und in Olpe arbeitet, kann ab sofort bequem mit dem Rad zur Arbeit fahren“, betonte Ludger Siebert.

In Drolshagen wird der Landesbetrieb Straßenbau NRW noch einen weiteren Durchlass des Brachtpebaches und die Brücke über die L 531 bei Eichenermühle erneuern.

Der Olper Lückenschluss dürfte auch den Tourismus beflügeln. Denn die neue Radlerpiste ist Teil des 132 Kilometer langen Bergischen Panorama-Radwegs, der von Olpe bis nach Hattingen führt. Auch ist es jetzt möglich, mit dem Fahrrad vom Biggesee zur Aggertalsperre zu fahren.

Der Bau des 2100 Meter langen Teilstück zwischen Olpe und Drolshagen war eine Gemeinschaftsleistung. Die Stadt Olpe erstellte die Planung, schrieb die Arbeiten aus und erteilte den Bauauftrag; ums Geld kümmerte sich der Landesbetrieb Straßenbau.

„Allzeit gute Fahrt“, wünschte Ludger Siebert am Donnerstag bei der Eröffnung; Bürgermeister Horst Müller würzte mit Humor nach: „Hals- und Beinbruch!“

 
 

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