Mehr junge Leute auf der Suche nach einem Job

Die Agentur für Arbeit hat ihre neue Statistik vorgelegt.
Die Agentur für Arbeit hat ihre neue Statistik vorgelegt.
Foto: WR
Im Kreis Olpe sank die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Mai um 17 oder 0,5 Prozent auf 3 199, wobei die Arbeitslosenquote bei 4,1 Prozent verblieb. Verglichen mit Juni 2014 sank die Zahl der Arbeitslosen um 124.

Kreis Olpe/Siegen..  Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Siegen ist im Vergleich zum Mai um 0,1 Prozentpunkte zurückgegangen und liegt nun bei 5,0 Prozent. Im Kreis Olpe sank die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Mai um 17 oder 0,5 Prozent auf 3 199, wobei die Arbeitslosenquote bei 4,1 Prozent verbleibt. Verglichen mit Juni 2014 sank die Zahl der Arbeitslosen um 124 Personen, ein Rückgang um 3,7 Prozent.

Lediglich in der Altersgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 25 Jahre ist die Zahl der Arbeitslosen um 43 auf 1 326 angestiegen. Hier waren im Juni 1 326 junge Menschen ohne Arbeit. „Ein Grund hierfür sind die frühen Schulferien in diesem Jahr. Einige Ausbildungsgänge haben auch ihre Abschlussprüfungen früher als sonst angesetzt,“ erklärt Dr. Bettina Wolf, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Siegen, den Anstieg. Hinzu kommen Schulabgänger, die sich arbeitslos melden, damit die Eltern weiter Kindergeld bekommen. Jedes Jahr steigt im Frühsommer die Zahl der jungen Arbeitslosen, da einige Jugendliche nach der Ausbildung nicht übernommen werden und sich arbeitslos melden müssen. „Unser Ziel ist es, diese sehr gut qualifizierten Jugendlichen möglichst übergangslos in Arbeit zu bringen“, betont Dr. Wolf.

Die Arbeitgeber haben 919 neue offene Stellen gemeldet. Das sind 35 Stellen weniger als im Vormonat, ein leichter Rückgang von 0,7 Prozent. Trotzdem stehen im Vergleich zum Vorjahr den Arbeitssuchenden 403 Stellen mehr zur Verfügung. Das ist ein Plus von 19,1 Prozent.

Im Jobcenter Kreis Olpe wurden im Juni 1916 arbeitslose Personen betreut. Das sind 28 Personen oder 1,4 Prozent weniger als im Mai und 5,1 Prozent weniger als im Juni 2014.

In den nächsten Monaten will sich die Arbeitsagentur besonders um die humanitären Zuwanderer kümmern. Einige von ihnen seien bereits gut ausgebildet oder suchen die Chance auf einen Ausbildungsplatz berichtet Dr. Wolf. Leider fänden noch nicht viele Flüchtlinge den Weg in die Arbeitsagentur. „Wir helfen gerne bei der beruflichen Integration und stehen im engen Austausch mit den Akteuren in den beiden Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein, entwickeln Integrationsmaßnahmen und haben ausgewählte Mitarbeiter für die Beratung und Vermittlung der Zuwanderer speziell geschult,“ informiert Dr. Wolf.

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