Mediinvest droht Langenohl

Mediinvest-Geschäftsführer Kai Richter (Mitte
Mediinvest-Geschäftsführer Kai Richter (Mitte
Foto: WP
Facebook-Eintrag des Attendorner SPD-Vorsitzenden über angebliche unseriöse Geschäfte von Mediinvest hat juristisches Nachspiel.

Attendorn..  Zum erste Mal hat jetzt die schöne, neue Medienwelt Einzug in eine Sitzung des Attendorner Stadtrates gehalten und hat auch gleich Konsequenzen.

Mitten in der Diskussion rund um die Thematik Ankauf des Campingplatzes Waldenburger Bucht durch die Stadt und die weitere Vorgehensweise dort ging plötzlich ein Raunen durch die Reihen der Ratsmitglieder und Beobachter, Unmutsbekundungen wurden laut. Denn alle, die via Smartphone dauerhaft vernetzt sind und bei Facebook „Freunde“ der Attendorner SPD sind, auch wenn sie politische Gegner sind, hatten eine Mitteilung auf ihrem Smartphone. Die hatte augenscheinlich der der Sitzung als Zuhörer beiwohnende SPD-Stadtverbandsvorsitzende Wolfgang Langenohl „gepostet“.

Darin hieß es unter anderem: „Der Investor oder Objektplaner Mediinvest wird vom Bürgermeister als die Lösung angepriesen“ und: „Mediinvest ist bekannt für unseriöse Geschäfte“. Aussagen mit ähnlicher Zielrichtung aus verschiedenen Fraktionen hatte zuvor in der Diskussion Bürgermeister Hilleke unter anderem mit dem Hinweis zurückgewiesen, dass nichts bewiesen und Mediinvest Geschäftsführer Kai Richter nicht rechtskräftig verurteilt sei.

Die Aussagen aus dem SPD-Blog haben die Geschäftsführer von Mediinvest Development, Kai Richter und Alexander Gisch, zum Anlass genommen, Wolfgang Langenohl mit Datum vom 27. September anzuschreiben.

In dem Einschreiben mit Rückschein fordern sie Langenohl auf, die von ihm behauptete Unseriösität von Mediinvest zu belegen. „Wir fordern Sie hiermit auf, uns binnen acht Tagen nach Zugang dieses Schreibens konkret Ihre negativen Erfahrungen, die Sie zu dieser kredit- und rufschädigenden Aussage veranlasst haben, mitzuteilen und konkret den Namen des/der Geschädigten und den dazugehörigen Vorgang offen zu legen. ... Nach fruchtlosem Verstreichen der Frist, werden wir gegen Sie eine strafbewährte Unterlassungserklärung im einstweiligen Verfügungsverfahren beantragen, um zukünftig solche kredit- und rufschädigenden Aussagen zu unterbinden“.

Rechtsanwälte eingeschaltet

Wolfgang Langenohl seinerseits hat zwischenzeitlich die Juristen der Bundes-SPD eingeschaltet, die über die Rechtsanwaltskanzlei Neumann und Partner seine Interessen wahrnehmen wird.

SPD Fraktionschef Christian Pospischil bezeichnete Langenohls Formulierung in dem Post als „missglückt“, trotzdem habe die SPD Fraktion Zweifel, ob Mediinvest der richtige Partner für die Entwicklung der Waldenburger Bucht sei.

 
 

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