Masten so hoch wie die Pfarrkirche Attendorn

Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool
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Attendorn.. Die geplante 380 kV-Hochspannungsleitung der Amprion GmbH (eine 75-prozentige RWE-Tochter) war Mittwochabend unter dem Tagesordnungspunkt „Bekanntgaben“ auch Thema im Attendorner Stadtrat.

Im Bereich Münchner Straße / Ennest und vor allem in Helden erwarten die Planer offensichtlich Probleme. Genutzt werden soll die Trasse der bereits bestehenden 220 kV-Leitung. Von Windhausen, so Bürgermeister Wolfgang Hilleke, bis Attendorn (Bauhof) werden derzeit zwei Leitungen geführt (Amprion und DB). Die DB-Leitung bleibt unverändert, die Amprion-Masten werden abgebaut und durch deutlich höhere ersetzt. Sie werden mehr als 65 Meter hoch (etwa die Höhe der Attendorner Pfarrkirche).

Auf dem Teilstück zwischen Bauhof und Helden werden DB- und Amprion-Leitungen auf eine Mastlinie vereinigt. Die Höhe der Masten wird ebenfalls bei über 60 Meter liegen. Zwischen Helden und Oberveischede trifft die DB/Amprion-Leitung auf die RWE-Deutschland-Trasse, die eigenständig bleibt. Beide Maststrecken werden parallel geführt.

Leitungen sehr nah an Wohnbebauung

Schwierig wird die Situation in den genannten Bereichen (Münchner Straße / Ennest / Helden), weil die neuen Leitungen sehr nah an die Wohnbebauung heranreichen. In Helden war laut Amprion zunächst an eine Verlegung der Leitung weg von der Wohnbebauung gedacht worden. Dies hätte aber eine Kreuzung mit der bestehenden RWE-Leitung zur Folge, was technisch „kaum möglich sei“.

Lärmimmissionen sind nach Einschätzung von Amprion witterungsabhängig, würde aber durch den Einsatz neuer Techniken minimiert. Generell gelte, dass neue Leitungen leiser als alte Leitungen seien.

Beim Thema „gesundheitliche Folgen“ verweisen die Planer auf verschiedene Studien, die es zu diesem Thema gebe. Für die immer wieder angeführte erhöhte Leukämiegefahr sei bislang kein Kausalzusammenhang nachgewiesen worden.

Die Verlegung eines Erdkabels wird von Amprion nicht als Alternative behandelt. Zwar sei die gesellschaftliche Akzeptanz größer, die Kosten würden aber das Vier- bis Zehnfache steigen.

 
 

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