Lennestadt sieht sich beim MK in der Pflicht

Das Gymnasium Maria Königin - hier gehen derzeit rund 850 Mädchen und Jungen zur Schule.
Das Gymnasium Maria Königin - hier gehen derzeit rund 850 Mädchen und Jungen zur Schule.
Foto: Hans Blossey
Die Lennestädter CDU will dem Gymnasium Maria Königin 2016 vorbehaltlos einen Zuschuss von 75 000 Euro geben. Die Entscheidung über eine Unterstützung von jährlich 6000 Euro für die Mensa im eigenen städtischen Gymnasium wurde hingegen vertagt.

Lennestadt..  Die Stadt Lennestadt gewährt in diesem Jahr dem Gymnasium Maria Königin einen freiwilligen Zuschuss von 57 000 Euro, im kommenden Jahr steigt die Unterstützung auf 75 500 Euro (entsprechend der Schülerzahl. Das beschloss der Schulausschuss mit den 9 Stimmen der CDU gegen 7 der Opposition. Kirchhundem will knapp 47 000 Euro beisteuern.

Von den rund 850 Schülerinnen und Schülern stammen 415 aus Lennestadt, 260 aus Kirchhundem, 62 aus Finnentrop, knapp 100 aus Schmallenberg sowie 30 aus dem Bereich Eslohe/Cobbenrode.

Nachbarkommunen

Doch außer den beiden Nachbarkommunen im Ostkreis denken die anderen Städte und Gemeinden, deren Kinder das Gymnasium besuchen, nicht daran, den Trägerverein er Schule zu unterstützen. Der hat zwar „nur“ den Trägeranteil von 6 Prozent aufzubringen, der Rest kommt vom Land für die Ersatzschule. Schulleiter Berthold schleime: „Wir müssen aber immerhin noch einen Betrag von fast 300 000 Euro zusammen bekommen.“

CDU segnet ab

Während die Christdemokraten den Antrag des Gymnasiums mit einer Verantwortung für die Schule und deme Hinweis, bei einer Schließung von Maria Königin würde auf die Stadt ein Vielfaches bei der Beschulung der Kinder zukommen, durchwinkte, wollte Heinz Vollmer auch die anderen Kommunen und selbst den Kreis Olpe mit ins Finanzierungsboot nehmen. Dringend forderte er den Förderverein zu Verhandlungen mit Finnentrop, Eslohe und Schmallenberg auf. Vergebliche Liebesmüh, schüttelte die Mehrheitsfraktion den Kopf. Besonders hart ging Vollmer mit dem nordwestlichen Nachbarn ins Gericht, der sich vor Jahren aus der finanziellen Unterstützung des Gymnasiums schlagartig verabschiedet hatte: „Dies Verhalten belegt eine ziemliche Rüpelhaftigkeit des Finnentroper Bürgermeisters Dietmar Hess. Das Verhalten der Gemeinde Finnentrop ist absolut inakzeptabel.“

Auf keinen Fall wollen SPD und Grüne aber de Bestand des Gymnasiums „da oben“ gefährden. Man fordere aber eine gerechtere Verteilung der Kosten.

Schwerer tat sich die CDU aber beim Antrag des eigenen, Städtischen Gymnasiums. Um in der dortige Caféteria ein gesundes, warmes Mittagessen zu gewährleisten plant die Schule angesichts des engen finanziellen Rahmens die Gründung eines Mensa-Vereins, der den Betrieb künftig übernehmen und durch den ehrenamtlichen Einsatz von Schülern, Lehrern und Eltern die Kosten senken soll. Die Stadt als Schulträger hatte der noch zu gründende Vereine um eine monatliche Unterstützung von 500 Euro, also jährlich um 6000 Euro gebeten.

Vollmer bat um eine vergleichende Auflistung der Essensmöglichkeiten an allen städtischen Schulen, wollte vorher nicht entscheiden. Die CDU schloss sich an.

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