Künftig Frühstück in der Moschee?

Für Pia Hischhäuser, Monika Wiechers und Marlies Willeke (v.l), die "Motoren" des Seniorenfrühstückes, gab es von Bürgermeister Dietmar Heß zum Dank einen Blumenstrauß.
Für Pia Hischhäuser, Monika Wiechers und Marlies Willeke (v.l), die "Motoren" des Seniorenfrühstückes, gab es von Bürgermeister Dietmar Heß zum Dank einen Blumenstrauß.
Foto: WP
Gemeinde bedankte sich bei zahlreichen ehrenamtlichen Helfern.

Finnentrop.  „Wir möchten uns heute bei ihnen anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Projektes „Gemeinsam statt einsam“ für ihr Engagement bei der Organisation des Seniorenfrühstückes bedanken“ , begrüßte Bürgermeister Heß die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer aus der Gemeinde Finnentrop in der Mensa der neuen Gesamtschule.

Einmal im Monat treffen sich die Senioren aus der Gemeinde zu einem gemeinsamen Frühstück. Für die Umsetzung sind immer wieder viele ehrenamtlicher Helfer zuständig, denen mit einem gemütlichen Beisammensein gedankt wurde. Die Uhrzeit ist mit 9 Uhr immer gleich, nur die Orte wechseln. Was vor zehn Jahren im Haus Habbecker Heide begann, wurde schnell zu einem Erfolg, dessen Funke übersprang. Noch im gleichen Jahr luden auch Bamenohl, Rönkhausen, Fretter und Heggen die Senioren dazu ein, gemeinsam in der guten Stube des Ortes zu frühstücken. Heute sind es zehn Orte, die sich regelmäßig mit der Ausrichtung abwechseln. Im kommenden Jahr werden sich auch Hülschotten und Schliprüthen beteiligen.

„Wir haben bei den ehrenamtlichen Helfern die Caritaskonferenzen der Orte ebenso im Boot wie die evangelische Frauenhilfe, das Haus Habbecker Heide, die kfd Ostentrop/Schönholthausen und die Dorfgemeinschaften aus Hülschotten und Schliprüthen“, so Bürgermeister Heß. „Aber ich stelle die Frage: wann machen wir das erste Frühstück in der Moschee? Wir müssen versuchen, auch in Zukunft die muslimischen Mitbürger für unsere Idee gewinnen zu können, denn wir wollen in diesem Projekt alle Religionen und Institutionen vertreten wissen.“

Weisheiten von Cilly Alperscheidt

Monika Wiechers von der Fachstelle für Seniorenarbeit sowie Pia Hirschhäuser und Marlies Willeke, die die Idee hatte, sind der Motor des Projektes. „Jeden Monat findet ein Frühstück statt, das rund 80 bis 100 Senioren besuchen“, freute sich Monika Wiechers. „Ich habe über 1 000 Anmeldungen im Jahr“. Ein besonderer Gruß galt Marlies Willeke. „Sie haben vor einigen Jahren, als weitere Dörfer zu unserem Projekt gekommen sind, gesagt, es wächst zusammen, was zusammen gehört. Heute sage ich, es ist zusammengewachsen, was zusammen gehört“, so Heß.

Vor dem gemeinsamen Brunch hatte Cilly Alperscheidt alias Wolfgang Mette noch ihren großen Auftritt. Alltägliche Begebenheiten, von der Nachbarschaft bis zur Familie, nahm sie aufs Korn und nannte die Dinge beim Namen .Sauerländischen Lebensweisheiten, gerne auch als Lied verpackt, sorgten für beste Unterhaltung und manches herzerfrischende Lachen.

 
 

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