Kreisverkehrswacht sagt dem toten Winkel den Kampf an

Kreis Olpe.  Als weitere Maßnahme zur Reduzierung von Unfällen im Straßenverkehr des Kreises Olpe will die Kreisverkehrswacht Olpe mit der Aktion „Toter Winkel“ auf die Gefahr aufmerksam machen, die beim Rechtsabbiegen von Lkw oder großen Bussen für Radfahrer und Fußgänger entstehen kann.

Solange es trotz der technischen Hilfen noch keine sichere Methode gibt, die dem Lkw- oder Busfahrer hilft, Radfahrer im toten Winkel zu erkennen, sei es von großer Wichtigkeit, dass die gegenüber den großen Fahrzeugen „schwachen“ Verkehrsteilnehmer auf die Gefahr, übersehen zu werden, aufmerksam gemacht werden. Dies sei am besten möglich, wenn Radfahrer, die hinter einem Lkw auf eine Kreuzung zufahren oder auf dem Radweg an einer Ampelkreuzung auf Grün warten, auf die Gefährdung aufmerksam gemacht werden.

Dazu hat die Deutsche Verkehrswacht zwei Piktogramme entwickelt, die als gut sichtbare Aufkleber an den Lkw dem Radfahrer die Unfallgefahr deutlich signalisieren. Ein Aufkleber wird am Heck und ein zweiter an der Beifahrertür eines Lkw oder Busses angebracht.

Zwei Piktogramme

Der Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht Olpe, Michael Wulf, nutzte in Wenden ein Treffen der Leiter aller kommunalen Bauhöfe im Kreis Olpe, um das Projekt und die Aufkleber vorzustellen. Es brauchte keine große Überzeugungsarbeit, um die Praktiker vom Nutzen der Aktion zu überzeugen, zumal sie auch einer zusätzlichen Absicherung der Fahrer der großen Fahrzeuge dienen kann. Spontan erklärten sich alle bereit, die großen Lkw der Städte und Gemeinden mit den Hinweisen auszustatten. Der Wendener Bauhofleiter Rüdiger Brune und Fachdienstleiter Zentrale Dienste, Peter Vogelsang, konnten als erste ein Großfahrzeug der Gemeinde mit den Aufklebern versehen.

Neben der eigentlichen Funktion, die Radfahrer zu warnen, erfüllen die Aufkleber noch einen weiteren Zweck. Sie machen die anderen Verkehrsteilnehmer auf die Problematik aufmerksam. Michael Wulf geht davon aus, dass ein Autofahrer, der hinter einem entsprechend gekennzeichneten Lkw oder Bus wartet, beim Abbiegen aufmerksamer ist und sich vergewissert, dass sich kein Radfahrer von hinten nähert. Die Kreisverkehrswacht ist daran interessiert, Speditionen und Nahverkehrsbetriebe für eine Beteiligung an der Aktion zu gewinnen.

 
 

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