Kontakt per Telefon: „Da fragt mal jemand, wie es geht“

Lennestadt..  Es duftet nach Tee, eine Kerze brennt. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin vom Telefonischen Besuchsdienst macht es sich zu Hause gemütlich, bevor ihr Einsatz beginnt und sie zum Telefonhörer greift. Im März 2014 startete EiL (Ehrenamt in Lennestadt) mit dem Projekt in Zusammenarbeit mit dem HANAH-Servicebüro für Familien und Senioren, der Katholischen Hospitalgesellschaft und dem Diakonischen Werk des Evangelischen Kirchenkreises.

Alles ehrenamtlich

Menschen in Lennestadt und Kirchhundem können das Angebot wahrnehmen, regelmäßige Telefongespräche mit einem ehrenamtlichen Telefonpartner zu führen. „Da fragt mal jemand, wie es mir geht!“ Das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr und motiviert das Team von EiL, dieses Angebot möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. „Ich erfahre immer wieder, wie viele Menschen oft ohne Kontakt zur Außenwelt leben und nur noch selten die Gelegenheit haben, mal mit Mitmenschen zu reden um etwas von sich zu erzählen“, sagt Andrea Schiller (HANAH).

Zuhören ist ein wichtiger Aspekt beim Telefonischen Besuchsdienst. „Es geht in den Gesprächen oft um Alltagsthemen, die eigene Lebensgeschichte oder um die kleine Rente“, berichtet ein Ehrenamtlicher. Es sei aber immer auch eine Bereicherung und Freude für die freiwilligen Telefonpartner, unter anderem, weil sie durch ihren Einsatz für das Leben der Älteren sensibilisiert werden. „Zusätzlich weisen wir bei Bedarf auf Beratungs- und Hilfsangebote in der Stadt hin, zum Beispiel auf Einkaufshilfen, den Mobilen Friseur oder auf die Pflegeberatung“, so Schiller. Das Besprochene wird vertraulich behandelt.

Termin vereinbaren

Der Besuch ist ein ausschließlich telefonischer. Wer Interesse an einem Telefongespräch mit einem ehrenamtlich Mitarbeitenden hat, ruft an und teilt mit, wann man angerufen werden möchte.

Andrea Schiller ( 02723-608 220) vom HANAH-Servicebüro für Familien und Senioren führt das erste Gespräch mit den Senioren und sucht einen passenden Gesprächspartner aus. Das Angebot ist kostenfrei und gilt sowohl für Senioren als auch für jeden, der sich einsam fühlt und das Angebot annehmen möchte.

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