Komplett zerstört

Industriegebiet Fernholte. Innovationen mit Sinn und Verstand? Diese Frage stellt sich immer wieder, wenn es um das von der Stadt, geplante Industriegebiet Fernholte/Eckenbachtal geht. Natürlich muss eine Stadt innovative Visionen haben und auch umsetzten, um attraktiv zu bleiben. Doch in diesem Fall ist eine Abwägung mit Sinn und Verstand nicht erkennbar.


Warum nicht kostengünstiger erschließen? Das Industriegebiet Askay könnte in Richtung Biggen weiter erschlossen werden. Auch könnte mit Finnentrop im ‘Wiethfeld’ kooperiert werden. Es drängt sich zurzeit aus Sicht der Bürger der Eindruck einer Vorratshaltung auf, die rechtlich zweifelhaft ist. Dürfen Prognosen ausreichen? Weiterhin verfügen autobahnnahe Industriegebiete wie z.B. Meinerzhagen und Olpe/Drolshagen Hüppcherhammer über viele freie Kapazitäten.

Attendorn wirbt, um qualifizierte auswärtige Arbeitnehmer zu gewinnen, mit einem Arbeitsplatz im ‚Grünen‘ und einem hohen Naherholungswert. Andererseits wird hier ein ausgedehntes schutzwürdiges Tal, ‚die grüne Lunge Attendorns‘ komplett zerstört und das ohne Rücksicht auf nachhaltigen Umwelt- und Naturschutz.


Einer der größten landwirtschaftlichen Betriebe in NRW mit fast 100 ha Eigenland wird zerstört. Wächst unser Fleisch demnächst im Supermarktregal?

Des Weiteren wird der Gesichtspunkt des Flächenverbrauchs in NRW ignoriert: Das Land NRW will den Flächenverbrauch eindämmen. Im Jahr 2013 ist bereits mehr Fläche ‚verbraucht‘ worden als geplant, und Attendorn schließt sich hier radikal an.


Selbst eine Stellungnahme des Landesbüros für Naturschutz NRW im Namen zahlreicher Umweltverbände (Zusammenfassung im Lokalteil am 08.02.2014) wird anscheinend nicht ernst genommen.

Abgesehen von dem Thema Industriegebiet: Darf die Stadt ignorant und überheblich mit ihren Bürgern und Ressourcen umgehen?

 
 

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