Kinder bauen natürlichen Wasserfilter

Beim Wasseraktionstag im Kinder-, Jugend- und Kulturhaus wurden natürliche Wasserfilter gebaut.
Beim Wasseraktionstag im Kinder-, Jugend- und Kulturhaus wurden natürliche Wasserfilter gebaut.
Foto: WP
Im Rahmen einer Themenwoche Umwelt standeinen Tag lang das Thema Wasser im Vordergrund.

Finnentrop.  Im Rahmen der Themenwoche „Abenteuer Umwelt“ in den Sommerferien, in der es darum ging, den Kindern einen rücksichtsvollen Umgang mit der Umwelt und deren Ressourcen zu vermitteln, fand auch ein Wasseraktionstag im Kinder-, Jugend- & Kulturhaus in Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzmanager der Gemeinde Finnentrop, Gunter Stegemann, statt.

Im Mittelpunkt dabei stand der Bau eines Wasserfilters in Anlehnung an die Natur, denn in vielen Gegenden auf dieser Welt gibt es kein sauberes Wasser.

In sechs Minuten sauberes Wasser

So wurden zunächst die passenden natürlichen Materialien für den Bau des Wasserfilters, der aus mehreren Schichten bestehen sollte, gesammelt. Sand, Lehm, Ton und Steine, sollten Schwebstoffe und weitere Rückstände aus dem Wasser filtern.

Diese wurden in durchsichtige Eimer gefüllt und übereinandergestellt, so dass sich das Wasser für alle sichtbar seinen Weg durch die Schichten bahnte.

Die Kinder staunten nicht schlecht, als sie das stark verschmutzte Wasser in den Filter schütteten und die ersten, schon recht sauberen Tropfen, nach gestoppten sechs Minuten Wartezeit wieder zum Vorschein kamen. „Das funktioniert ja wirklich“, so die begeisterten der Kids.

Ganz entscheidend für den Erfolg war dabei die Betrachtung der Natur: Wie sieht ein typisches Bodenprofil aus und welche Filterwirkung hat es? Was ist eigentlich Sand, Lehm, Ton genau, welche Unterschiede, Korngrößen und Formen gibt es? Warum sind Kiesel rund? Wie und in welcher Reihenfolge werden Schichten am besten angeordnet? Was ist Druck und Kapillarwirkung und was hat das mit dem Fließverhalten des Wassers bzw. mit der Versickerung zu tun?

Exkursion über den blauen Planeten

Die kleinen Forscher wissen das jetzt, denn sie haben erfolgreich experimentiert, beobachtet, optimiert und alles zu Protokoll gebracht .

Neben der praktischen Arbeit wurden die Kinder außerdem mit einer kleinen Exkursion über unseren blauen Planeten dafür sensibilisiert, wie wichtig die Ressource Wasser und ein rücksichtsvoller Umgang mit ihr ist.

„Ohne Wasser geht gar nichts: Wasser ist Voraussetzung für alles Leben auf der Erde“, erläuterte Gunter Stegemann.

Der Verbrauch steigt und die Qualität sinkt. Die Wasserknappheit bedroht insbesondere auf der Südhalbkugel zahllose Menschenleben. Weltweit sind etwa 60 Prozent der Ökosysteme geschädigt oder übermäßig beansprucht.

Wetterfaktor und Energiequelle

Der Klimawandel führt unter anderem zu einem Anstieg des Meeresspiegels und damit zur Veränderung von Küsten- beziehungseise Insellandschaften und zu erheblichen Problemen für die dort lebenden Menschen.

Des Weiteren gestaltet Wasser das Wetter und Klima. Gegen Ende des Aktionstags wurde es dann technisch. Das Wasserkraft eine regenerative Energiequelle ist, war jedem Kind schnell bewusst. Klar, denn wer kennt das Pumpspeicherwerk in Rönkhausen oder das denkmalgeschützte Laufwasserkraftwerk in Bamenohl nicht?

Auch die Qualität des Wassers ist wichtig. Daher wurden der pH-Wert und Härtegrad des Wassers besprochen, gemessen und protokolliert.

Mit diesem Wissen wurde abschließend das Finto-Erlebnisbad besichtigt. Dort erlebten die Kinder ganz nah die technischen Abläufe, wie zum Beispiel die Wasseraufbereitung, die Wassererwärmung, Lüftungstechnik und den Einsatz von Chlor.

 
 

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