Keiner hat Charlie Hebdo

Zahlreiche Zeitschriften, Magazine und Tageszeitungen hat "Tabak Tump" in der Olper Bruchstraße zu bieten. Aber leider keine Ausgabe von Charlie Hebdo.
Zahlreiche Zeitschriften, Magazine und Tageszeitungen hat "Tabak Tump" in der Olper Bruchstraße zu bieten. Aber leider keine Ausgabe von Charlie Hebdo.
Foto: WP
Die Zeitschriften-Händler im Kreis Olpe vermelden zwar viele Anfragen nach dem französischen Satire-Magazin, müssen aber mit den Schultern zucken.

Kreis Olpe..  In Attendorn besteht verhältnismäßig großes Interesse an dem französischen Satire-Magazin. Nach Aussage von Ursula Bieker (Tabak- und Schreibwaren Berger, Auf der Tränke 1) hat es bislang mindestens zehn Anfragen gegeben. Eine Antwort musste sie ihren Kunden schuldig bleiben, ob es am Samstag ein paar Ausgaben bis nach Attendorn schaffen, ist ungewiss.

Ähnlich Ulrich Normann (Tabak- und Schreibwaren Wolf, Kirchplatz 1), bei dem sich am Mittwoch „drei oder vier Kunden“, so Norman, nach Charlie Hebdo erkundigt haben. 10 000 Exemplare der ersten Auflage sollen nach Deutschland kommen.

Schulterzucken auch im Olper Tabak- und Zeitschriftenladen Tump in der Bruchstraße. Edith Tump: „Hier haben schon eine ganze Menge Leute, etwa ein Dutzend, nach einer Ausgabe von Charlie Hebdo gefragt, aber ich konnte nichts dazu sagen.“

Keine klaren Informationen

Denn natürlich führe man das Satire-Magazin nicht, könne derzeit aber auch nicht drankommen. Beliefert werde man vom Pressevertrieb Meinerzhagen. Aber auch von dort, so Edith Tump, „haben wir nur gehört, dass man keine dieser Ausgaben liefern könne.“ Was Edith Tump durchaus bedauert: „Ich würde den Leuten gerne helfen.“ Denn ansonsten würde sie ihren Kunden auf Bestellung auch selten angeforderte Zeitschriften besorgen.

Polnische Zeitungen habe sie schon aufgetrieben, „hin und wieder auch eine hürriyet.“

Ähnlich sieht es in Lennestadt aus. Leider musste Marietta Hamm von der Bücherei Hamm in Altenhundem ihre Kunden ebenfalls vertrösten. „Wir haben mindestens 15 Anfragen nach dem Satire-Magazin“ bekommen“, so Inhaberin Marietta Hamm. Ob die Bücherei das Blatt in den nächsten Tagen bekommen werde, könne sie nicht sagen. Im Übrigen gehe das Gerücht um. dass es auch eine deutschsprachige Ausgabe von „Charlie Hebdo“ geben werde.

Ob das wirklich der Fall ist, ist im Moment auch nicht klar. Es scheint, als seien sämtliche Presse-Liefer-Betriebe mit dem ungewöhnlichen Ansturm auf das Magazin überfordert.

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