Keine Windkraftanlage am Oberbecken

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Die FÜR-Fraktion im Finnentroper Rat beantragt, den Standort Oberbecken aus der Liste potenzieller Flächen zur Errichtung von Windkraftanlagen zu streichen. Vielmehr soll die Auswahl künftiger Windkraftstandorte ausschließlich in Absprache mit Nachbarkommunen vorgenommen werden. Gespräche mit den Bürgermeistern aus Plettenberg, Sundern und Eslohe hätten eine hohe Übereinstimmung in diesem Punkt gegeben. Allein durch diese Zusammenarbeit könne ein Wildwuchs von Windrädern in der Region verhindert werden.

Finnentrop..  Die FÜR-Fraktion im Finnentroper Rat beantragt, den Standort Oberbecken aus der Liste potenzieller Flächen zur Errichtung von Windkraftanlagen zu streichen. Vielmehr soll die Auswahl künftiger Windkraftstandorte ausschließlich in Absprache mit Nachbarkommunen vorgenommen werden. Gespräche mit den Bürgermeistern aus Plettenberg, Sundern und Eslohe hätten eine hohe Übereinstimmung in diesem Punkt gegeben. Allein durch diese Zusammenarbeit könne ein Wildwuchs von Windrädern in der Region verhindert werden.

In dem Antrag für die Ratssitzung am 11. Juni heißt es:

Die Fraktion Für Finnentrop bittet den Bürgermeister, umgehend in Gespräche mit den Nachbarkommunen einzutreten, um die Ausweisung interkommunaler Konzentrationszonen für Windkraftanlagen darzustellen. Die Erforderlichkeit einer gemeinschaftlichen Planung begründet sich aus der einheitlichen Topographie und den gleichartigen Naturräumen der benachbarten Kommunen. Ferner ergibt sich ein gemeinschaftliches Planungserfordernis durch die gemeindeübergreifende Wirkung von Windenergieanlagen, insbesondere auch von Konzentrationszonen.

Interkommunale Abstimmung

Ergebnisse einer interkommunalen Abstimmung können sein:

die Verwirklichung eines möglichst geringen Störpotenzials für Mensch, Natur und Landschaft,

die Vermeidung der „Verspargelung“ der Landschaft durch Bündelung von Windenergieanlagen an geeigneten Standorten,

die Ermöglichung eines möglichst wirtschaftlichen Anlagenbetriebs,

die Konzentration potenziell geeigneter Standorte im Bereich von vorbelasteten Teilräumen (z.B. Emissionen und visuelle Beeinträchtigungen durch bereits vorhandene Anlagen) sowie

eine Minimierung von Einschränkungen für räumliche Entwicklungsmöglichkeiten der einzelnen Kommunen.

Akzeptanzgrenze

Und zum Thema Oberbecken: „Die Akzeptanzgrenze der Bürgerinnen und Bürger der Ortschaften Rönkhausen und Glinge ist durch den avisierten Bau eines weiteren Pumpspeicherwerkes im Ermecketal vollumfänglich beansprucht. Das geplante Großbauprojekt wird über Jahre die Lebensqualität der Anwohner nachhaltig beeinträchtigen. Ihr Beitrag zur Energiewende sollte damit geleistet sein.“

Außerdem werde der Blick aus dem Lennetal auf die Höhenzüge des Oberbeckens nachhaltig beeinträchtigt.

Die FÜR-Fraktion zitiert Aloys Steppuhn, Präsident des SGV: „Es sind unter anderem die Fernblicke der Höhenlagen, die typischen Landschanselemente auf den Kuppen und die Sichtachsen zwischen regionaltypischen Landschafts- und Bauformen, die bei einer Abwägung pro oder kontra Windrad ganz besonders gewichtet werden sollten. Es darf zu keinem Zeitpunkt vergessen werden, dass es die prominenten und gut sichtbaren Standorte sind, die das Sauerlandbild der Bevölkerung, aber auch sein Image außerhalb der Region prägen.“ gus

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