K.o. fürs Regenbogenland

Familienferienstätte Regenbogenland in Olpe schließt Ende Januar 2015 die Pforten.
Familienferienstätte Regenbogenland in Olpe schließt Ende Januar 2015 die Pforten.
Foto: WP
Die Familienferienstätte auf dem Olper Kreuzberg schließt Ende Januar die Pforten. Grund: Unwirtschaftlich.

Olpe.  Zum 31. Januar 2015 ist Schluss: Die Kolping-Familienferienstätte Regenbogenland auf dem Olper Kreuzberg schließt ihre Pforten. Darüber informiert das Kolpingwerk, Diözesanverband Münster, in einer Pressemitteilung. Geschäftsführer Uwe Slüter auf Anfrage unserer Zeitung: „Wir sahen keine andere Möglichkeit mehr.“ Die Ferienstätte sei nur mit hohen jährlichen Zuschüssen am Leben zu erhalten gewesen. Auf die Frage, was mit der Immobilie geschehen solle, sagte Slüter nur: „Wir sind da in Gesprächen.“ Klar sei, so Slüter, dass mit der Schließung des Hauses 16 Mitarbeiter, darunter vier Vollzeitbeschäftigte, ihren Job verlieren würden.

Die Entscheidung habe die Gesellschafterversammlung der „Kolping Familienferienwerk Diözesanverband Münster GmbH“ in dieser Woche gefällt, „um Schaden vom Verband in seiner Gesamtheit abzuwenden.“ Die Ferienstätte wurde Ostern 1970 eröffnet. Ihr Hauptzweck liegt in der Durchführung von Erholungsmaßnahmen für wirtschaftlich hilfsbedürftige Familien und Personen unter Bevorzugung kinderreicher Familien.

Kolping-Diözesanvorsitzender Harold Ries weiß um die gefühlsmäßige Brisanz der Entscheidung: „Unsere Kolpingmitglieder identifizieren sich mit ‚ihrem Regenbogenland‘.“ Gleichwohl „besteht keine andere realistische Zukunftsperspektive.“

Das Regenbogenland ist keine Kleinigkeit: Auf einem Grundstück von über 26 000 qm steht die Unterkunft den Besuchern mit 78 Zimmern und insgesamt 183 Betten zur Verfügung. 37 Zwei-Zimmer-Appartements sind für Familien mit drei bis sechs Personen geeignet.

Wer Interesse an der Immobilie hat, kann sich direkt an das Sekretariar Uwe Slüters wenden 02541/803454.

 
 

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