Johanniter mit Geschäftstelle in Attendorn

Der Attendorner Bürgermeister Christian Pospischil (rechts) war zur Eröffnung der neuen Geschäftsstelle der Johanniter im Gebäude Ennester Straße 9 gekommen
Der Attendorner Bürgermeister Christian Pospischil (rechts) war zur Eröffnung der neuen Geschäftsstelle der Johanniter im Gebäude Ennester Straße 9 gekommen
Foto: WP
Man sieht sich als Ergänzung des bestehenden Angebots mit eigenen Schwerpunkten.

Attendorn..  Ab Montag gibt es in Attendorn, Ennester Straße 9, offiziell eine Geschäftsstelle der Johanniter. Bereits gestern stellte das Team sich und seine Vorhaben der medialen Öffentlichkeit und auch dem Attendorner Bürgermeister Christian Pospischil vor.

Obwohl bereits im Kreis Olpe vertreten, haben viele Menschen die Johanniter bisher nur als Fahrdienst für die Ärzte im Notfalldienst wahrgenommen. Jetzt wollen sie mehr anbieten. Dabei drängt sich die Frage auf: Caritas, Rotes Kreuz, private Pflegedienste - braucht Attendorn eine weitere Organisation, die Ambulantes Betreutes Wohnen, Ausbildung in Erste Hilfe, eine Wohn- und Pflegeberatung, den Hausnotruf, einen Mittagsmenüservice oder eine Servicezentrale anbietet?

Birgit Niehaus-Malytczuk, Regionalvorstand im Regionalverband Südwestfalen der Johanniter-Unfallhilfe meint ja. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, führt sie aus, weist aber zugleich darauf hin: „Wir wollen eine Ergänzung zu dem bestehenden Angebot sein“. Und da sieht sie insbesondere in den Bereichen Ambulantes Betreutes Wohnen „für 18-Jährige bis Senioren“, worin man im Märkischen Kreis sehr stark sei, sowie in der Wohn- und Pflegeberatung Schwerpunkte, die die Johanniter setzen können. Auch als Betreiber von Kindertagesstätten verfüge man über Erfahrung. Und: „Nicht alle Menschen sind katholisch“, wies Niehaus-Malytcuk sie auf die Verbindung zum evangelischen Johanniterorden und die bestehende Zusammenarbeit mit der Diakonie hin.

Ab kommenden Montag werden zunächst werktäglich zwischen 9 und 13 Uhr fachkundige hauptamtliche Mitarbeiter der Johanniter im Wechsel in der neuen Geschäftsstelle in Attendorn vertreten sein, wo sie Bürgermeister Christian Pospischil in den „freundlichen und erweiterungsfähigen Räumlichkeiten“ herzlich willkommen hieß.

Auch ehrenamtlich wollen sich die Johanniter in der Hansestadt engagieren, wofür zunächst Ursula von Petersdorff steht. Am 24. April wollen sich die Johanniter der breiten Attendorner Öffentlichkeit mit einer Art Tag der offenen Tür vorstellen.

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