Jetzt ist die Verwaltung am Zug

Metten in Finnentrop
Metten in Finnentrop
Foto: WP-BILD
  • Bauminister Groschek antwortet Finnentrops Freien Wählern
  • Landesregierung will Umstrukturierung in der Tallage unterstützen
  • Die Freien Wähler wollen einen städtebaulichen Ideenwettbewerb

Finnentrop..  „Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, hat den Freien Wählern der Gemeinde Finnentrop auf ihre Vorschlag zur städtebaulichen Entwicklung der Fabrikfläche Metten geantwortet“, erklärte gestern Clemens Bernemann, zweiter Vorsitzender der Freien Wähler in Finnentrop, „auf die Antwort des Bürgermeisters warten wir immer noch.“

Höchst interessant an der Antwort des Ministers sei, dass die Landesregierung weiterhin Bereitschaft zeige, den Umstrukturierungsprozess zu unterstützen, um Finnentrop in dieser zentralen Ortslage neue städtebauliche Impulse zu ermöglichen.

In seinem Schreiben weise der Minister auf die vorab erforderliche Abstimmung zwischen Gemeinde und dem Eigentümer hin. In einem städtebaulichen Ideenwettbewerb mit Fachleuten wünsche der Minister ausdrücklich die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. „Der Minister“, so Bernemann, „erwartet, sofern die Bedingungen erfüllt sind, dass die Gemeinde entsprechende Schritte einleitet und diese mit der Bezirksregierung und dem Ministerium abstimmt.“

Einem raschen Handeln stehe demnach nichts im Wege: „Der Ball liegt im Spielfeld der Verwaltung. Der Minister ist an einer Lösung interessiert, der Eigentümer bekanntlich auch. Wie stellt sich aber der Dritte im Bunde, die Gemeinde Finnentrop auf? Worauf wartet sie?“ Die Freien Wähler, forderten den Bürgermeister auf, das Thema mit höchster Priorität auf die Tagesordnung zu setzen. Seine Aufgabe sei es, im Einklang mit den Vorstellungen der Landesregierung, die Bürger zu ermuntern, Nutzungsvorstellungen zu entwickeln: „Die Menschen in Finnentrop können das. Muten wir es ihnen zu“, fordert Bernemann

Zu Gesprächen bereit

Die Freien Wähler seien immer zu einem konstruktiven Gespräch bereit und würden gerne ihre Planvorstellungen konkretisieren. Auch böten sie sich an, wenn im Gespräch zwischen Verwaltung und Eigentümer ein Mediator erforderlich sein sollte. Die Freien Wähler seien völlig unbelastet, frei von Vorurteilen, frei von Ressentiments, frei von Ignoranz, „sie sind frei für ein städtebauliches Schmuckstück im Ortskern.“

Natürlich koste das Geld. Das Land helfe, weil es über die jahrzehntelange Einnahme von Lohn- und Einkommenssteuer an dieser Stelle seine Verpflichtung offenbar ernst nimmt und den städtebaulichen Zustand der Finnentroper Tallage als Problemfall identifiziert habe Die Gemeinde Finnentrop stehe in der Verantwortung, weil sie an dieser Stelle über Jahrzehnte Gewerbesteuer generiert habe, und der Eigentümer werde sich der Verantwortung gewiss auch nicht entziehen.

Bernemann: „Die Gemeinde hat viel Geld in die Hand zu nehmen. Das kann sie, denn es bringt Finnentrop städtebaulich entscheidend nach vorne. Damit würde sich die Aufenthaltsqualität rund um den Finnentroper Bahnhof, dem zukünftigen Haltepunkt der neuen Intercity-Linie der Deutschen Bahn, positiv entwickeln.

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