Initiative will „Wahnsinn Windräder“ verhindern

Peter Plugge
Gerd Pulte, Sprecher der Initiative Lebenswertes Repetal, informierten in Helden über deren Ziele
Gerd Pulte, Sprecher der Initiative Lebenswertes Repetal, informierten in Helden über deren Ziele
Foto: WP
Die Initiative „Lebenswertes Repetal“ informierte über ihre Ziele.

Helden.  Knapp 140 Bürger aus Helden, dem Repetal und darüber hinaus waren einer Einladung der Initiative „Lebenswertes Repetal“ zu einer Informationsveranstaltung in die Heldener Schützenhalle gefolgt.

Dort informierten der Vorsitzende der Initiative, die zwischenzeitlich den Status eines eingetragenen Vereins zugesprochen bekommen hat, Marcus Bruse, und deren Sprecher Gerd Pulte über ihre Ziele, die Risiken der Windkraft und warben um personelle wie finanzielle Unterstützung.

Auch wenn man nicht grundsätzlich gegen Windkraft ist, Gerd Pulte: „Windkraft ist da gut, wo keine Menschen sind und viel Wind ist“, arbeitet man laut Marcus Bruse daran, „möglichst den Wahnsinn der Windräder im Repetal zu verhindern“.

Stadt sollte auf Zeit spielen

Attendorn sei „zum Glück“ bereits mit vielen Industriegebieten belastet, führte Marcus Bruse aus, und die geplante Höchstspannungsleitung sei eine weitere Belastung für das Repetal. Da könne er nicht verstehen, dass man jetzt auch noch einen Windpark mit, so Bruse, „industrieähnlichem Charakter“ sowie einer katastrophalen Optik und ebensolche Auswirkungen auf die Menschen und den Tourismus im Erholungsgebiet Repetal plane.

Man habe kein Verständnis dafür, dass die Stadt Attendorn, anstatt sich gegen die Pläne des Landes in Sachen Windkraft zu wehren, ihre Planungen für einen Bürgerwindpark unter Zeitdruck vorantreibe. Man erwarte vielmehr von ihr, dass sie „auf Zeit spielt. Dann hat sich das Thema Windkraft vielleicht schon aus wirtschaftlichen Erwägungen erledigt“, so Gerd Pulte. Zu den Aussagen der Vertreter der Stadt, dass nur zehn oder zwölf Windkraftanlagen im Bereich Repe- und Bremgetal geplant seien, formulierte Marcus Bruse seine Befürchtung: „Das ist nur Ausbaustufe a. Wo eins steht kommen schnell auch mehr hin. Dagegen hat man dann keine Handhabe mehr“.

Verantwortung gegenüber Kunden

Der Volksbank Bigge-Lenne als möglichen Projektpartner für einen Bürgerwindpark hielt Gerd Pulte entgegen, dass sie auch eine „Verantwortung gegenüber ihren Kunden im Repetal“ habe, deren Immobilienwerte sich beim Bau eines Windparks stark reduzierten.

Die Initiative „Lebenswertes Repetal“ kämpfe gegen die geplante massive Störung der Lebensqualität im Repetal durch weitere Windkraftanlagen und durch sie verursachten Stress, Infraschall, Schattenwurf am Tag und Blinklichter in der Nacht und setze sich für die Gesundheit der Bürger, den Schutz von Natur und Landschaft für Bewohner und Gäste, sowie den Erhalt der Immobilienwerte ein.

Rechtsanwälte und Gutachter

Um diese Ziele zu erreichen, bedürfe es weiterer aktiver Mitstreiter sowie der Unterstützung von Rechtsanwälten und Gutachtern, die Geld kosten. Daher sei man auf Mitgliedsbeiträge und Spenden angewiesen.