Hund von Olperin verschwand nach Ibiza-Flug aus Transportbox

Das ist "Jamba". Seit dem 30. August fehlt von dem Bordercollie-Mischling jede Spur.
Das ist "Jamba". Seit dem 30. August fehlt von dem Bordercollie-Mischling jede Spur.
Foto: privat
Der Urlaub auf Ibiza hat für eine 21 Jahre alte Frau aus Olpe ein unschönes Ende genommen. Als Denise Klemm auf dem Flughafen Köln-Bonn wieder gelandet war, wurde ihr die Transportbox gebracht - aber ohne Hund "Jamba". Der sei beim Entladen entwischt, hieß es. Jetzt sucht Denise Klemm verzweifelt.

Olpe/Köln. Er ist fünf Jahre alt, 24 kg schwer und etwa 50 cm groß. Und was viel wichtiger ist: Er ist seinem Frauchen, der 21-jährigen Denise Klemm aus Olpe, fest ans Herz gewachsen. Kein Wunder also, dass sich die junge Frau derzeit ,hundsmiserabel’ fühlt. Denn Jamba ist weg, und kein Mensch weiß, wo er ist. Dass Hundehalter immer mal wieder ihre vierbeinigen Freunde suchen, ist an sich nicht außergewöhnlich.

Die Geschichte, die ­Denise Klemm jedoch mit ihrem Jamba erlebt hat und leider noch erlebt, schon. „Ich fühle mich ganz schrecklich. Bisher hat sich noch niemand gemeldet“, berichtet sie im Gespräch mit unserer Redaktion, und fügt hinzu, dass sie zwischenzeitlich einen Hunde-Fachmann aufgetrieben habe, der darauf spezialisiert sei, mit Hilfe eines Suchhundes andere entlaufene Hunde aufzustöbern.

Neue, besonders stabile Box gekauft

Die Vorgeschichte: Die Olperin war vor zweieinhalb Wochen zum Sommerurlaub nach Ibiza aufgebrochen, mit ihrem Jamba in einer speziellen Transportbox. Schon auf der Hinreise, so Denise, habe es Problem gegeben, die Box sei jedenfalls so schwer beschädigt worden, dass man ihr den Schaden ersetzt habe. Klemm: „In Ibiza haben wir eine neue, besonders stabile Box gekauft.“

Offenbar immer noch nicht stabil genug. Denn irgendwo auf dem Rückflug oder kurz nach der Landung auf dem Köln-Bonner Flughafen müsse dann wieder etwas schief gegangen sein. Denise Klemm: „Plötzlich wurde die leere Box auf einem Wägelchen reingefahren, und ich hab’ nur geschrien: Wo ist mein Hund?“

Wurde die Box unsachgemäß behandelt?

Die Olperin vermutet, dass die Box von Flughafen-Personal unsachgemäß behandelt worden sei, denn ein Gitter der Box habe lose dabei gelegen. Und von Jamba keine Spur. Kurios: Ihrer ebenfalls kurz vorher mit Hund nach Ibiza geflogenen Mutter sei Ähnliches widerfahren: Auf dem Flughafen in Spanien sei der Hund aus der Box gesprungen. Denise: „Sie konnte ihn aber rufen, und er kam wieder zurück.“

So viel Glück hatte Denise in Köln nicht. „Ich weiß nicht, was wirklich passiert ist. Die haben mir gesagt, die Box wäre schon während des Rückfluges defekt gewesen, und Jamba sei ihnen dann entgegen gesprungen, als sie den Transport-Raum geöffnet hätten.“

Ein Sicherheits-Video des Flughafens dürfe sie aber nicht einsehen, obwohl man da vielleicht sehen könne, in welche Richtung Jamba ausgebüxt sei. Nach Aussagen des Flughafenpersonals sei der Mischling zunächst durch ein Tor vom Flughafengelände gelaufen, dann wieder zurück zu einem Parkhaus.

Suchhund soll Fährte nach "Jamba" aufnehmen

Das alles hilft der 21-Jährigen aber nicht: „Ich bin seit Freitag jeden Tag hierhin gefahren, habe gesucht, Flugblätter mit Fotos verteilt, mit Leuten in der Umgebung gesprochen“, berichtet Denise, deren Gemütszustand durchs Telefon zu spüren ist. Auch ein Hilferuf über Facebook habe zwar eine vieltausendfache Anteilnahme ausgelöst, ihr aber Jamba nicht zurückgebracht.

Jetzt hofft die Olperin insoweit auf die Mithilfe des Flughafens, dass man sie mit ihrem Suchhunde-Führer noch mal an Ort und Stelle lässt. Denise: „Der Suchhund muss die Fährte dort aufnehmen, wo Jamba zuletzt war.“ Denn niemand wisse, „in welche Richtung er schließlich gelaufen ist.“ Und die Wahner Heide und der unweit gelegene Königsforst seien riesige Flächen, auf denen ein Hund schwer zu finden sei.

Walter Römer, Pressesprecher des Flughafens, bedauerte am Dienstag auf Anfrage den Vorfall: „Als unsere Leute den Laderaum öffneten, sprang ihnen der Hund schon entgegen und rannte weg.“ Die Transport-Box müsse offenbar schon in Spanien nicht korrekt verschlossen und gesichert gewesen sein. Römer weiter: „Eine unserer Mitarbeiterinnen ist mit der Hundebesitzerin dann noch etwa eineinhalb Stunden das Gelände abgefahren und abgegangen, aber ohne Erfolg.“ Auch das Video gebe keinen Aufschluss darüber, wo sich der Hund aufhalten könne. Mit einem Aufruf auf der Facebook-Seite des Flughafens versuche man, Hinweise zu bekommen. „Der Vorfall“, so Römer, „ist natürlich sehr bedauerlich.“

Wer irgend etwas zum Verbleib Jambas mitteilen kann, kann sich direkt an Denise Klemm wenden - 0157/78946191.