Hitze, Dürre, Hunger

Werner Riedel
Mädchen und Kungen im Kindergarten in Inkomati in Mosambik
Mädchen und Kungen im Kindergarten in Inkomati in Mosambik
Foto: WP
Pater Vincentes Hilferuf aus Mosambik verhallt in Lennestadt nicht ungehört. Umgehende Unterstützung ist von absoluter Dringlichkeit.

Meggen.  Seit Jahrzehnten engagiert sich die Anne-Frank-Hauptschule samt Schülern, Lehrern und Eltern für Hilfsprojekte im afrikanischen Mosambik. Schon legendär dabei war der riesige Adventsbasar, dessen Erlös regelmäßig in die Hilfsprojekte floss. Der Basar ist inzwischen zwar eingeschlafen, doch wurden zuletzt immer noch Dutzende von selbst gebundenen Adventskränzen an treue „Stammkunden“ verkauft . Der Erlös wandert - natürlich - nach Ostafrika. Federführend und nach wie vor unermüdlich im Einsatz ist der ehemalige Lehrer Jochen Pfeiffer. Er erhielt jetzt Nachricht von jenseits des Äquators.

Hilferuf aus Mosambik

Pfeiffer: „Vor wenigen Tagen erhielten wir alarmierende Mitteilungen aus Mosambik. Unter der Überschrift: Hitze, Dürre, Hunger schrieb Pater Vicente, unser Partner in Mosambik, der die Schulprojekte der Anne-Frank-Schule seit 40 Jahren organisiert und betreut: „Es herrscht eine unerträgliche Hitze, seit einem Jahr gibt es keinen Regen, deswegen gab es auch keine Aussaat, das Vieh ist weitgehend gestorben. Wir haben aufgehört, den Kindern in den Zentren Inkomati, Chankulo, Mbobo und Chiparango Brot zu geben, weil es zu teuer geworden ist.“

Bisher erhielten die Kinder in diesen Kindergärten und Grundschulen morgens ein kleines Brot und ein Getränk, das von einer Lennestädter Frauengruppe und dem Partnerschaftsverein Mosambik der Anne-Frank-Schule finanziert wurde.

Jochen Pfeiffer: „Wir haben Pater Vicente sofort signalisiert, dass wir Geld schicken würden, um den Lebensunterhalt dieser Kinder zu sichern. Pater Vicente schrieb gestern zurück: „Ich habe mit Jeronimo, dem Lehrer des Zentrums Inkomati, gesprochen. Ihm ist es sehr wichtig, dass das tägliche Frühstück in der Schule nicht ausfällt, denn in den Familien gibt es nur noch wenig zu essen.“

Der Lennestädter Partnerschaftsverein bemüht sich deshalb intensiv darum, in den nächsten Tagen 8000 Euro an Pater Vicente zu überweisen, um den Lebensunterhalt von mehreren Hundert Mädchen und Jungen in den von den hiesigen Mitgliedern unterstützten Zentren zu sichern.

Jochen Pfeiffer: „Wir bitten die hiesige Bevölkerung, uns möglichst zeitnah bei diesem wichtigen Anliegen mit einer Spende zu unterstützen.“