Grundschule bald ohne heiligen Johannes

Die Grundschule Welschen Ennest, hier bei der EInweihung  ihres neuen  Rasenplatz
Die Grundschule Welschen Ennest, hier bei der EInweihung ihres neuen Rasenplatz
Foto: WP

Welschen Ennest.  Das Ergebnis ist eindeutig. Die Katholische St. Johannes-Grundschule in Welschen Ennest wird sich von ihrem Namenspatron St. Johannes verabschieden. Die Eltern der Schülerinnen und Schüler sprachen sich jetzt in einer Abstimmung für die Umwandlung in eine konfessionslose Gemeinschafts-Grundschule aus.

Von 140 wahlberechtigten Elternvertretern nahmen 114 an der Abstimmung in der letzten Woche in der Schule teil. 107 davon stimmten für die Umwandlung der Schule in eine Gemeinschafts-Grundschule. Damit sei die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit aller wahlberechtigten Eltern erreicht, so Konrad Schlechtinger, Fachbereichsleiter für Schulen im Kirchhundemer Rathaus.

Mehr Bewerber als Rektor

Hintergrund für die Umwandlung der Schule in eine konfessionslose Schule ist die im Sommer neu zu besetzende Schulleiterstelle. Der langjährige Rektor Reinhard Thiedemann scheidet zum Ende dieses Schuljahrs aus dem Schuldienst aus.

Würde die Grundschule eine katholische Bekenntnisschule bleiben, könnte nur ein Pädagoge mit katholischer Konfession neuer Schulleiter werden.

Mit der Umwandlung in eine Gemeinschaftsgrundschule können sich auch andere Personen erfolgreich auf die Stelle bewerben. Nach Informationen unserer Zeitung. hätte dann auch eine interessierte Lehrperson aus dem jetzigen Kollegium die Chance, die Schulleitung zu übernehmen. Im letzten Jahren hatten mehr als 20 Prozent der Elternschaft und damit die erforderliche Anzahl der Eltern beschlossen, ein Verfahren zur Umwandlung der Schule einzuleiten.

Umwandlung ist Pflicht

Die Abstimmung an drei Schultagen war nun der zweite Schritt. Da hier die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht wurde, ist die Gemeine Kirchhundem als Schulträger verpflichtet, die Kath. Grundschule St. Johannes in eine Gemeinschaftsgrundschule umzuwandeln. Die Umwandlung erfordert jedoch noch die Zustimmung der Oberen Schulaufsichtsbehörde beim RP in Arnsberg. Die Entscheidung steht noch aus, gilt aber als Formsache.

Am pädagogischen Schulprogramm bzw. dem Stundenplan der Schule soll sich nichts ändern. Ab dieses Jahr reicht bereits die einfache Mehrheit in der Elternschaft aus, um Konfessionsschulen umzuwandeln. }}

 
 

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