Großartige Gala zum Jubiläum

Unser Bild entstand am Samstagabend und zeigt die über 100 Mitwirkenden des MGV „Sauerlandia“ und des Sinfonischen Blasorchesters Ennest in der Stadthalle.
Unser Bild entstand am Samstagabend und zeigt die über 100 Mitwirkenden des MGV „Sauerlandia“ und des Sinfonischen Blasorchesters Ennest in der Stadthalle.
Foto: Lüttecke

Attendorn..  Der MGV „Sauerlandia“ feierte am Samstagabend in der ausverkauften Stadthalle mit einem abwechslungsreichen und hochkarätigen Gala-Abend seinen 100. Geburtstag.

Die Sänger des Jubiläumschores, unter der Leitung von Christoph Ohm und die Musiker des Sinfonischen Blasorchesters des Musikzuges Ennest unter Dirigent Ingo Samp präsentierten in einem dreistündigen Programm einen Querschnitt aus ihrem umfangreichen Repertoire.

Die Moderation übernahm der aus Heggen stammende Journalist Gisbert Baltes, der die Chorgeschichte der „Sauerlandia“ in einer ansprechenden Weise aufbereitet hatte und zwischen den einzelnen Musikblöcken als musikalische Zeitreise vortrug. Auch Persönliches brachte er in seine Ausführungen und gab damit seinem Vortrag eine besondere Note.

Aus der Feder des ersten Chorleiters Johannes Schulte stammt auch das 1941 verfasste plattdeutsche Gedicht „Attendorn min Heymestädtchen“, das später für den MGV „Sauerlandia“ der langjährige Chorleiter Johannes Schmidt vertonte. Aber es gibt noch eine Fortsetzung: In diesem Jahr komponierte Chorleiter Christoph Ohm einen passenden Marsch hierzu, der am Samstag als vorletztes Stück vom Musikzug Ennest uraufgeführt und von der „Sauerlandia“ gesanglich begleitet wurde.

Der Jubiläumschor begann den Gala-Abend mit dem „Sängergruß“ von Richard Wagner. Anschließend wurde der Bogen gespannt bis zum Musical „Les Miserables“. Dass der MGV „Sauerlandia“ einmal als katholischer Männergesangverein gegründet wurde, diesen Zusatz jedoch 1933 ablegen musste, sollte das Lied von Franz Biebl „Angelus Domini“ verdeutlichen. Die Chorsolisten Otto Höffer, Christoph Höffer und Oliver Scheele brillierten hierbei in besonderer Weise.

Ohrwürmer

14 Sänger der „Sauerlandia“ bildeten an diesem Abend den Projektchor „blue tones“, der für seine selbst ausgesuchten drei Ohrwürmer reichlich Applaus erhielt.

Mit dem aus dem Nachbarort Ennest kommenden Sinfonischen Blasorchester verpflichteten die Sauerlandia einen Musikpartner, der sich seit 2009 mit dem Titel „Bestes Feuerwehrorchester Deutschlands in der Bühnenwertung“ schmücken darf und vor drei Wochen noch beim Landeswertungsspielen des Verbands der Feuerwehren NRW die Goldmedaille bekam. Das bei diesem Wettstreit aufgeführte Stück „Of Sailors and Whales“ wurde am Samstag wiederholt und zeigte die großartige musikalische Leistung, zu der die Ennester fähig sind. Auch das Stück „Let Me Entertain You“ war ein Schmaus für die Ohren, bei dem die Solisten Nicolas Kurzer (Schlagzeug), Tobias Horten (Altsaxophon) und Robin Lakomek (Trompete) besondere Leistungen erbrachten.

Das Programm bereicherte aber auch die aus Attendorn stammende Künstlerin Lioba Albus, die für ihren deftigen Worte bekannt ist und auch an diesem Abend einen Knaller nach dem anderen vom Stapel ließ. Im Talk mit Gisbert Baltes gestand sie: „Ich komme immer gerne nach Attendorn, an die Wurzeln meines Humors.“ml

 
 

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