Grandiose Ausblicke vom Schombergturm

Blick vom Schombergturm auf Wilde Wiese, zweiter möglicher Startpunkt der Wanderung.
Blick vom Schombergturm auf Wilde Wiese, zweiter möglicher Startpunkt der Wanderung.
Foto: WP
Von Faulebutter nach Wildwiese führt eine Wanderung, die sich durch zwei Rundwege variieren lässt.

Finnentrop.. Alleine für die Anfahrt zum Startpunkt der Wanderung von Faulebutter nach Wildewiese braucht so mancher, in Heimatkunde nicht so bewanderter Zeitgenosse eine Straßenkarte oder heutzutage ein Navi. Denn nicht jeder kennt den kleinen Weiler mit rund zehn Einwohnern, der von Schönholthausen aus über die K 29 zu erreichen ist.

Direkt am Ortseingang, am Landgasthof Rademacher, befindet sich ein Wanderparkplatz mit einer Wandertafel des Naturparks Homert. Hier ist auch der Finnentroper Rundwanderweg aufgeführt, der mit einem weißen F auf schwarzem Grund gekennzeichnet ist, dem man die gut fünf Kilometer Wegstrecke bis Wildewiese folgen kann.

Einer, der nicht nur diesen, sondern alle Wanderwege im Raum Finnentrop und sehr viele darüber hinaus wie seine sprichwörtliche Westentasche kennt, ist Karl Vollmert. Der „noch 77 Jahre alte“ Bamenohler ist seit vielen Jahren Wegezeichner der SGV Abteilung Bamenohl und betreut auch den Finnentroper Rundwanderweg. In seiner Umhängetasche befinden sich immer entsprechende Wegezeichen sowie Hammer, Drahtsifte und Kleber, „denn es gibt immer etwas zu verbessern“, so Vollmert.

Rastplatz und Gedenkstein

Mit ihm geht es zunächst ein kurzes Stück entlang der Straße nach Röhrenspring, ehe der Wanderweg kurz hinter einem als Scheune genutzten ehemaligen kleinen Sägewerk auf der linken Seite die Straße verlässt. Das Wegezeichen ist gut sichtbar.

Parallel zu dem Zaun eines Wildgatters zur Linken steigt der zunächst schmale Weg gemächlich an. Gesäumt von Fichtenwäldern, die kaum Aussichten zulassen, dafür aber Schatten spenden, führt der gut ausgezeichnete Weg. „Circa alle 250 Meter sollen die Wegezeichen gut sichtbar auf beiden Seiten des Weges angebracht sein“, erklärt Karl Vollmert. „Doch wenn kein Weg abbiegt, wähle ich die Abstände auch größer“.

Nach 40 Minuten erreicht der Wanderer eine Gabelung. Ein Schild zeigt an: 2,5 Kilometer nach Faulebutter und 2,5 Kilometer nach Wildewiese zum Landgasthof Steinberg. Damit hat man rund die Hälfte dieser Wanderung, wenn man „nur“ nach Wildewiese und auf demselben Weg zurück laufen will, geschafft.

Wer will, kann hier auch rechts abbiegen und der Beschilderung des Sauerland-Höhenflugs bzw. des Rundwanderwegs A1 folgen. Sie führt ihn in einem Bogen mit einem schönen Blick auf Röhrenspring zurück nach Faulebutter. Das sind knapp acht Kilometer.

Wer weiter dem F folgt, kommt nach rund 200 Metern zu einem Rastplatz mit Tischen und Bänken unter Buchen mit dem schönen Namen Schlubberbruch. Eine Tafel etwas erhöht an einem Baum erläutert den Namen. Er weist auf sumpfiges, morastiges Gelände hin. Außerdem wird auf den Eisenerzbergbau in diesem Teil der Homert hingewiesen, wo auch das Köhlerhandwerk verbreitet war.

Nur wenige Meter von dem Baum entfernt erinnert ein Gedenkstein an den 1997 verstorbenen Förster von Weuspert und Bamenohl, Fritz Vetter.

Rastmöglichkeit in Wildewiese

Am Wegesrand findet Karl Vollmert einen neuen, eigens zum Anbringen von Wegezeichen aufgestellten Pfosten, an dem „sein“ F noch fehlt, was schnell nachgeholt wird.

Nach weiteren knapp 1,5 Kilometern Wegstrecke öffnet sich der Wald und der Wanderer blickt auf die Hochfläche des 640 Meter hohen Schombergs mit dem Schombergturm. Er steht auf Sunderner Gebiet. Der Mobilfunkturm (siehe links) kann bis zu einer Plattform bestiegen werden, was man nicht versäumen sollte, denn er bietet wunderbare Ausblicke auf das Sauerland, bei optimalen Sichtbedingungen aber auch bis weit ins Münsterland und in die Eifel hinein.

Leider wurde ein Informationstafel am Fuß des Turms zerstört, dafür haben Verliebte auch hier Vorhängeschlösser mit Gravuren als Zeichen ihrer Liebe und Zusammengehörigkeit angebracht.

Nach dem Abstieg vom Turm sind es nur noch wenige Hundert Meter nach Wildewiese, wo man sich im Landgasthof Steinberg stärken kann. „Auch in Wildewiese gibt es einen Wanderparkplatz, von dem aus der Finnentroper Rundwanderweg mit dem F gekennzeichnet ist“, hält Karl Vollmert einen Tipp für alle bereit, die die hier beschriebene Wanderstrecke lieber von dort aus angehen möchten.

Im Bogen um den Schomberg

Wer seinen Weg ohne Rast fortsetzen will, kann zwischen dem Schombergturm und Wildewiese nach rechts abbiegen und der Auszeichnung des Rundwanderwegs W 2 um den Schomberg, längs Schlüsselsiepen im großen Bogen zurück zum Schlubberbruch führt. Folgt man von dort aus wieder dem F nach Faulebutter, hat man circa zwölf Kilometer zurückgelegt.

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