Glockenturm vollendet Kirche in Wenden

Pfarrer Ludger Vornholz, Pfarrer Martin Eckey, Architekt Guido Ringelhan und Sparkassendirektor Dieter Kohlmeier (von links)  bei der Errichtung des Glockenturmes in Wenden. Im Hintergrund die erste der zwei Fertigbetonscheiben.
Pfarrer Ludger Vornholz, Pfarrer Martin Eckey, Architekt Guido Ringelhan und Sparkassendirektor Dieter Kohlmeier (von links) bei der Errichtung des Glockenturmes in Wenden. Im Hintergrund die erste der zwei Fertigbetonscheiben.
Foto: WP

Wenden..  Als der Himmel seine Schleusen schloss und die ersten Sonnenstrahlen durchs Firmament blinzelten, strahlte Pfarrer Martin Eckey: „Das ist toll, super. Da haben wir lange drauf gewartet. Ein Glockengeläut hat immer gefehlt. Die Kirche wird jetzt endlich zu Ende gebracht.“

Wie mehrfach berichtet, waren die Glocken ein langgehegter Wunsch der Gläubigen. Doch es war ein steiniger Weg, da das Geld fehlte. Mittel aus Kirchensteuern gab es nicht. Doch der „Evangelische Kirchenbauverein Wenden“ mit seinem Vorsitzenden, Ernst-Joachim Weber, ließ nicht locker, sammelte und stärkte die Rücklagen. Nach dem Spatenstich am 14. Juli 2015 konnte heute der Glockenturm am Evangelischen Gemeindezentrum am Peter-Dassis-Ring in Wenden errichtet werden.

Glocken sollen im Sommer läuten

Schon am frühen Morgen in der Dunkelheit rückte die Firma Otto Quast aus Freudenberg mit einem großen Baukran an, um die zwei 12 Meter langen Fertigbetonscheiben in das seit September vorbereitete Fundament zu stellen. Anschließend begann der Schlosser mit der Montage der Verbindungselemente. Eigentlich sollte der Glockenturm bereits im Herbst 2015 fertig sein, doch mussten erst noch einige Fragen der Statik geklärt werden. „Das ist ja kein alltägliches Bauvorhaben“, so Martin Eckey. Auf die beiden seitlichen Fertigteile kommt noch ein leicht geneigtes Pultdach, an den Seiten ist der Glockenturm, der weiß angestrichen wird, offen.

Zur Frage, wann denn nun die drei Glocken, die schon länger auf einem Rollwagen im Gemeindezentrum stehen, erklingen, meinte der Pfarrer: „Jetzt müssen noch Schreiner, Klempner, Glockenbauer, Elektriker und Maler tätig werden. Bis Ostern ist das nicht zu schaffen. Ich rechne damit im Sommer.“

Ein Dur-Dreiklang

Die Glocken werden dann nach einer vom Presbyterium beschlossenen „Läuteordnung“ täglich um 12 und um 18 Uhr erklingen und zu allen Gottesdiensten.

Kostenpunkt für den Glockenturm am Gemeindezentrum: 130 000 bis 140 000 Euro. „Der Turm ist eine reine Spendenfinanzierung. Die Folgekosten, die jährliche Wartung trägt die Kirchengemeinde. Wir freuen uns noch über jede Spende“, betonte Presbyterin Doris Thieme. Schon beim Spatenstich hatte Pfarrer Eckey gesagt, dass der Turm mit seinem Geläut wie ein Ausrufezeichen wirkt und und auf die Präsenz eines noch jungen Evangelischen Gemeindebezirkes in einer weiträumigen Diasporagemeinde hinweist. „Es ist ein klein bisschen so, als würde jetzt aus einem Gemeindezentrum eine Kirche. Es ist schön, wenn man im Ortsbild sichtbar wird und besser wahrgenommen wird. Sonst musste man immer erklären, dass Gemeindezentrum und Kirche zwischen Hit und Schulzentrum liegen“, sagte Martin Eckey. Der Pfarrer hat die Glocken übrigens noch nie gehört, doch er vertraut auf den Glockensachverständigen: „Sie sollen einen Dur-Dreiklang ergeben, der gut zur Severinus-Kirche passt.“

 
 

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