Füreinander, miteinander und beieinander

Im Rahmen der traditionellen Klosternacht eröffneten die Olper Franziskanerinnen ihr Jubiläumsjahr. V.l.: Provinzoberin Sr. Alexa Weismüller, Dario Pizzano, Generaloberin Sr. Magdalena Krol und Sr. Katharina Hartleib.
Im Rahmen der traditionellen Klosternacht eröffneten die Olper Franziskanerinnen ihr Jubiläumsjahr. V.l.: Provinzoberin Sr. Alexa Weismüller, Dario Pizzano, Generaloberin Sr. Magdalena Krol und Sr. Katharina Hartleib.
Foto: Engel

Olpe.  Eine vergeistigte und zugleich fröhlich gelöste Stimmung erfüllte die Mutterhauskirche der Olper Franziskanerinnen. Der vergangene Freitag war ein bedeutungsvoller Tag. Die Schwestern eröffneten im Rahmen der traditionellen Klosternacht ihr Jubiläumsjahr „150 Jahre Olper Franziskanerinnen“.

Zu Beginn entrollte die Generaloberin Schwester Magdalena Krol das Banner mit dem offiziellen Logo für die Festtage: betende und tragende Hände als Kreuz um einen festen Kern geformt. Dazu die Worte „150 Jahre anbeten und anpacken für- mit- bei- einander“.

„Was Mutter Maria Theresia Bonzel und die ersten Schwestern 1863 begannen, wurde von vielen Schwestern aufgebaut, entfaltet und vertieft. Unser Leben als Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung wurde und wird möglich, weil wir uns ganz bewusst der Mitte der Kraftquelle dieses Lebens öffnen: Gott und Jesus Christus. Unser Jubiläumslogo will das ins Bild rücken“, erklärte die Generaloberin.

Ledenschaftlich ist das Motto

„Leidenschaftlich“ so das Motto des Abends, an dem nach dem feierlichen Auftakt drei Vorträge, sogenannte Geständnisse, im Mittelpunkt standen. „Leidenschaftlich leben ist kein Ausnahmezustand, es ist uns in die Gene gelegt: Dieses Dranbleiben am Leben, am Ausgerichtet sein auf Gott. Die Wege und Formen sind dabei so vielfältig wie wir alle. Die Kraftquelle ist und bleibt dieselbe.“

Leben auf Überholspur

Generaloberin Magdalena Krol erzählte an Hand von vielen Fotos vom Leben und Wirken der Ordensgründerin. Dario Pizzano, ein deutscher Theologe, Autor und Bildungsreferent, berichtete, wie er als DJ, Clubchef und Event-Manager ein Leben auf der Überholspur führte, bis ein Erlebnis ihn dazu brachte, sein Leben völlig umzukrempeln. Und der Kölner Weihbischof Heiner Koch, der just an diesem Tag zum Bischof im Bistum Dresden-Meißen ernannt wurde, stellte die Berufung Gottes eines jeden Getauften in den Mittelpunkt. „Raus finden wozu, das muss jeder für sich.“

Die Olperin Regina Wilhelmina „Aline“ Bonzel, später Schwester Maria Theresia, gründete 1860 im Alter von 29 Jahren mit ihren Freundinnen Regina Löser und Clara Pfänder eine Ordensgemeinschaft mit dem Ziel der ewigen Anbetung und der Fürsorge für Waisenkinder. Am 20. Juli 1863 wurde mit Schwester Maria Theresia als erster Generaloberin der Orden der „Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung zu Olpe“ gegründet. Es kamen Provinzen in Nordamerika, Brasilien und auf den Philippinen hinzu.

1995 wurde die Maria Theresia Bonzel-Stiftung als Gesellschafterin der bereits 1902 gegründeten „Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH“ ins Leben gerufen. Damit soll das Vermächtnis der Gründerin in den rund sozialen 40 Einrichtungen mit mehr als 8000 Mitarbeitern sicher fortgesetzt werden.

Viele Aktionen

Das ganze Jahr über geben viele verschiedene Angebote und Aktionen einen interessanten Einblick in das Leben der Schwestern. Dabei wird ein Filmteam das Jubiläumsjahr begleiten. Am gestrigen Sonntag feierte eine weitere religiöse Gemeinschaft die Eröffnung ihres Jubiläumsjahres: Vor 50 Jahren wurde der Pallottinerpater Vinzenz Pallotti von Papst Johannes XXIII. heiliggesprochen. Wir berichten noch.

 
 

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