Freie Rad-Fahrt von Olpe nach Drolshagen

Olpe/Drolshagen..  Wenn es dem einen oder anderen Zweirad-Freund derzeit nicht zu frostig ist, kann er seit dieser Woche den Radweg von Olpe Richtung Drolshagen ausprobieren. Wie der Technische Beigeordnete der Stadt, Bernd Knaebel, und Karl-Josef Fischer vom Landesbetrieb Straßenbau bestätigten, ist der Lückenschluss zwischen der Valentinskapelle und „Hüppcherhammer“ befahrbar. Knaebel: Nur die letzte Deckschicht fehlt noch, der Weg ist ansonsten aber fertig und nutzbar.“

Abseits der Bundesstraße

Bis auf wenige Kilometer hinter der Drolshagener Stadtgrenze heißt es also für Radler, die beispielsweise am Olper Hallenbad Richtung Drolshagen starten wollen: Freie Fahrt entlang der alten Bahntrasse Olpe-Dieringhausen. Dafür hat der Bund tief in die Tasche gegriffen: „Die Gesamtkosten, inclusive der Sanierung der acht Brücken und des Tunnels in Hützemert dürfte etwa 4 Mio. Euro gekostet haben“, schätzt Karl-Josef Fischer. Seine Behörde hat Teile des Weges geplant, andere Teilstrecken haben die beteiligten Städte übernommen und nur den Kostenaufwand von der Siegener Behörde ersetzt bekommen.

Grundsätzliche Zielsetzung des Projekts: ein sicherer Radweg abseits der Bundesstraße 55. Geradelt werden kann auf einem ansprechenden Weg, der weitgehend von hölzernem Geländer gesäumt ist, vom Olper Hallenbad vorbei an der Valentinskapelle über die Bahngleise durchs Rosenthal Richtung Hüppcherhammer. Von dort geht es weiter durch Eichen, wo noch ein kleines altes Viadukt entfernt und eine neue Radwegebrücke gebaut werden muss. Fischer: „Heute muss man dort noch die Landesstraße 351 queren, das ist ein Gefahrenpunkt, und das haben wir nicht so gerne.“ Weiter führt der Weg durch das Stadtgebiet Drolshagen und kurz hinter der Stadtgrenze (Höhe Aldi) wieder auf die alte Bahntrasse und weiter Richtung Hützemert. Dort ist die Dorfgemeinschaft mit der Sanierung des Alten Bahnhofs bekanntlich dabei, eine besonders attraktive Rastmöglichkeit zu schaffen. Erlebnis-Charakter hat dann natürlich der Tunnel, der in den Wintermonaten den Fledermäusen vorbehalten ist.

Für den Landesbetrieb Straßenbau Südwestfalen hört das Projekt nicht an der Grenze seines eigentlichen Verantwortungsbereiches auf. Fischer: „Wir haben mit den Nachbarn im Kreis Oberberg eine Vereinbarung geschlossen, dass wir auch den Bau des etwa 2,5 km langen Reststückes bis Pernze übernehmen.“ Dort befinde sich die Strecke derzeit nicht in Rad gerechtem Zustand, so dass die Radler noch auf die Bundesstraße geführt würden: „Wenn die Fledermäuse wieder ihren Winter-Tunnel verlassen haben, soll aber auch dieses Reststück erledigt sein“, signalisiert Fischer.

 
 

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