Flüchtlinge sollen in Kolping-Ferienstätte

Die Familienferienstätte Regenbogenland in Olpe schließt Ende Januar 2015 die Pforten.
Die Familienferienstätte Regenbogenland in Olpe schließt Ende Januar 2015 die Pforten.
Foto: WP

Olpe.  Wenn alles so klappt, wie sich Olpes Bürgermeister Horst Müller das vorstellt, werden im kommenden Jahr zahlreiche Flüchtlinge aus aller Welt zumindest ihren ersten Aufenthaltsort in der Stadt Olpe finden: „Fakt ist, dass wir uns in Gesprächen mit dem Kolping-Ferienwerk und der Bezirksregierung Arnsberg befinden“, bestätigte Müller gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Ziel sei es, aus dem Regenbogenland auf dem Kreuzberg eine zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge zu machen, in der die Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen für die ersten Wochen untergebracht würden, um dann auf andere Städte und Gemeinden verteilt zu werden.

Die Ferienstätte unweit des Wohngebietes Finkenhagen/An den Klippen könnte so sinnvoll genutzt werden, und die Stadt Olpe bräuchte dauerhaft keine anderen neuen Flüchtlinge aufzunehmen. Müller: „Damit wären wir aus dieser Sache raus.“ Denn die zugewiesenen Erstankömmlinge würden auf das Kontingent der Stadt Olpe angerechnet. Zudem entstünden der Stadt keine Kosten. Die Stadt werde die Immobilie zwar kaufen müssen, sie dann aber ans Land vermieten.

Bürgerversammlung geplant

Dass man in Olpe ähnlich negative Schlagzeilen befürchten müsse wie zuletzt in Burbach (Neunkirchen) oder Bad Berleburg, glaubt Müller nicht. Die Leitung der neuen Flüchtlings-Unterkunft wolle man auf jeden Fall in ebenso kompetente wie vertrauenswürdige Hände legen: Leiten soll die Unterkunft ein Team des Christlichen Jugenddorfes, das in und rund um Olpe fest verankert ist. Damit, dass die Unterkunft ein sozialer Brennpunkt werden könnte, rechnet Müller auch deshalb nicht.

Bevor das Projekt jedoch Realität werden könne, müsse die Bezirksregierung ,grünes Licht“ geben. Dann werde sofort eine Bürgerversammlung terminiert.

 
 

EURE FAVORITEN