Flotte Flitzer in Silberg

Werkstattleiter Jens Hoppmann (l.) und der Gewinner des motoriserten Rennens Kai Tröster.
Werkstattleiter Jens Hoppmann (l.) und der Gewinner des motoriserten Rennens Kai Tröster.
Foto: WP
Der Große Preis von Silbergstone ging am Wochenende in seiner 21. Auflage über die Bühne. Während die Kult-Veranstaltung zu ihrer Blütezeit sogar für bundesweite Schlagzeilen und Auftritte im Fernsehen sorgte, kommt sie inzwischen regionaler, dafür aber auch motorisiert daher.

Silberg.  Mit dem Bobbycar sind viele Silberger Kinder und Jugendliche groß geworden. Schon in früheren Zeiten nahmen sie mit den kleinen roten Boliden an den jährlichen Rennen teil.

Der große Preis von Silbergstone fand am Sonntag zum 21. Mal statt, aber dieses Jahr im anderen Rahmen. Statt der Rennen, bei denen Fahrer aus ganz Deutschland dem Geschwindigkeitsrausch erlagen, kamen die Teilnehmer aus der Region. Insbesondere die Jugendlichen haben dabei eine neue Dimension gefunden, um den Adrenalinspiegel am Lenker der kleinen Autos zu steigern. Sie fahren auf motorisierten Bobby-Cars aus der hauseigenen Werkstatt des MiniCartClubs Deutschland.

Bei dem Rennen am Sonntag siegte Kai Tröster vor Kevin Wagener und Johannes Bertram. Der 17-jährige Gewinner war selbst schon bei den Kinderrennen dabei, aber auch über Rennerfahrung auf den motorisierten Gefährten verfügt Kai Tröster. So sicherte er sich nach zweiten und dritten Plätzen erstmals den Sieg.

Werkstattleiter Jens Hoppmann, Konstrukteur Falk Denke und weitere fleißige Mitglieder verbrachten dafür unzählige Stunden in der Werkstatt. Ein Blick auf das zerlegte Bobbycar lässt im ersten Moment eine Aluplatte erkennen. Darauf sind der Motor, die Bremsen und der Tank befestigt. Der Motor verfügt über drei PS und bringt es auf Höchstgeschwindigkeiten von 50 bis 60 Stundenkilometern, je nach Gewicht des Fahrers. Der 400 Milliliter-Tank hat eine Reichweite von vier bis fünf Kilometern. Wenn alle Teile vorhanden sind und es schnell geht, kann ein MiniCart in einem Tag fertig sein, weiß Jens Hoppmann aus seiner Erfahrung.

15 bis 20 Karts

Etwa 15 bis 20 Karts stehen zur Verfügung. Augenfällig sind dabei die Kosten. Rund 1800 Euro kostet der „Bausatz“, den die MiniCartClub-Mitglieder aus eigenen Mitteln und Spenden finanzieren. Die Rennen, zu denen auch die Rennen der Kinder auf herkömmlichen Gefährten gehörten, waren Teil der Veranstaltung in der Dorfmitte, mit der sich der Club erstmals auf neues Terrain wagte. Das Motto lautete: „Mobilität“ von gestern bis heute“.

 
 

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