Feuerwehrhaus für 1,9 Millionen?

Finnentrop..  Den Mitgliedern des Finnentroper Hauptausschusses wurden jetzt Vorplanungen für ein neues Feuerwehrgerätehaus für die Löschgruppe Finnentrop vorgelegt, deren Realisierung nach Schätzungen von Architekt Bertold Luke Kosten von „1,9 Millionen Euro netto“ verursachen würden. Das ließ einige Ausschussmitglieder sichtlich schlucken, auch wenn Bürgermeister Heß von „Idealvorstellungen“ und „Einsparpotenzialen“ sprach.

Platz für 70 Wehrleute

Die Planungen der Architekten Marie Luise Wiethoff und Bertold Luke sehen einen zweiteiligen Gebäudekomplex mit Pultdächern vor, dessen Architektur sich der in unmittelbarer Nachbarschaft entstehenden neuen Rettungswaches des Kreises Olpe angleicht. Er besteht aus einem dem heutigen Anforderungen entsprechenden eingeschossigen Hallenkomplex mit Stellplätzen für drei Löschfahrzeuge, einer Waschhalle, einem Dekontaminationsraum, Werkstatt-, Lager- und Nebenräumen.

Dieser kann bei Bedarf in einem zweiten Bauabschnitt um eine Halle mit zwei Stellplätzen für die Fahrzeuge der Löschgruppe Ba-menohl erweitert werden.

Dieser Fall wurde bei der Planung des unmittelbar angrenzenden zweiten Gebäudes bereits berücksichtigt. Dieses soll im Erdgeschoss Umkleidemöglichkeiten sowie Wasch- und Sanitärräume für rund 60 Feuerwehrmänner und zwölf Feuerwehrfrauen enthalten. Im Obergeschoss sind unter anderem Schulungsräume mit bis zu 130 Plätzen, Büro- und Aufenthaltsräume sowie eine typische Feuerwehr-Einsatzleitstelle vorgesehen.

Im Kellergeschoss des Gebäudes könnten separat großzügige Räume für die Jugendfeuerwehr eingerichtet werden.

Pläne Kritisch hinterfragen

Diese Pläne veranlassten Christiane Höveler (CDU) zu der Aussage, das alles komme ihr „ein bisschen groß vor“. Ihr Fraktionskollege Heinz Müller fragte, ob man bei den Planungen „auch an die Kostenseite gedacht“ habe. Und UWG-Fraktionschef Günter Linn fragte nach, ob man nicht auf den Ausbau des in Hanglage notwendigen Kellers verzichten könne, um Geld zu sparen.

Darauf hin erklärte Bürgermeister Dietmar Heß, dass es sich um die planerische Umsetzung von „Idealvorstellungen“ handele, bei denen man noch „den ein oder anderen Kompromiss“ machen müsse. In Gesprächen mit der Gemeindefeuerwehrführung gelte es, einiges kritisch zu hinterfragen und Schritt für Schritt alle Einsparpotenziale abzuklopfen.

Jetzt gehe es zunächst ums Prinzip, „das Signal, dass wir die Angelegenheit mit Nachdruck verfolgen“, so der Bürgermeister.

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