Elsbeth Rickers gestorben

Kreis Olpe / Wenden..  Im Alter von 98 Jahren verstarb am Donnerstag die große Dame der heimischen Christdemokratie, Elsbeth Rickers.

Die engagierte Frauen- und Sozialpolitikerin wurde am 20. April 1916 in Essen geboren und absolvierte zunächst eine Lehre als Krankenschwester. Rickers war seit 1947 Mitglied der CDU, von 1969 bis 1978 Bezirksvorsitzende und stellvertretende Landesvorsitzende der Frauenvereinigung der CDU Westfalen-Lippe und von 1968 bis 1977 Mitglied des Landesvorstandes der CDU Westfalen-Lippe. In den 6. Landtag von Nordrhein-Westfalen rückte sie im Oktober 1969 ebenso nach, wie in den 7. Landtag im Dezember 1971. Vom 28. Mai 1975 bis zum 28. Mai 1980 war sie direkt gewähltes Mitglied des 8. Landtages für den Wahlkreis 130 Olpe. In den 9. Landtag zog sie über die Landesliste ein.

Im Kreis Olpe war sie stellv. Kreisvorsitzende von 1969 bis 1978. Ab 1964 wurde sie Abgeordnete des Kreistages, Vorsitzende des Jugendwohlfahrtsausschusses war sie von 1964 bis 1979, des Sozialausschusses von 1964 bis 1975 und ab 1979. Mitglied im Kreisausschuss wurde sie 1975. Elsbeth Rickers war Trägerin des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse.

Der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär Hartmut Schauerte würdigte Elsbeth Rickers gestern als eine „Frau mit großem Herzen, die Jahrzehnte lang für wichtige Werte gestanden hat.“ Sie habe wichtige Ideen und Impulse im Bereich der Sozialpolitik gegeben. So verbinde sich die Hospizbewegung maßgeblich mit ihrem Namen: „Sie war auch eine machtvolle Frau und das in einer Zeit, als niemand von Quoten geredet hat.“

Wie die Kirchengemeinde bestätigte, wird Elsbeth Rickers am Freitag, 26. September, in Wenden beerdigt. Das Requiem beginnt um 15 Uhr, am Abend vorher findet um 19 Uhr das Totengebet statt.gus/js

 
 

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