Eine echt superjeile Zick mit Brings

Schon beim Song ÑPoppe, Kaate, Danzeì wackelte das Parkett in der altehrwürdigen Halle. Der Skandalsong aus dem Jahr 2004 schlug beim Publikum ein und in Windeseile gingen die Arme nach oben. Partytime war angesagt und alle machten mit.
Schon beim Song ÑPoppe, Kaate, Danzeì wackelte das Parkett in der altehrwürdigen Halle. Der Skandalsong aus dem Jahr 2004 schlug beim Publikum ein und in Windeseile gingen die Arme nach oben. Partytime war angesagt und alle machten mit.
Foto: WP
Vor großer Kulisse gab die Kölner Kultband Brings ein tolles Konzert in der Sauerlandhalle in Altenhunde, Sehr zur Freude des Publikums präsentierten die fünf Musiker die große Palette ihrer Hits.

Altenhundem.. „Dat is geil“. Die Aufschrift des Tourbusses von Brings fasste das Konzert am Freitag in der Sauerlandhalle in Worte.

Vom hartem Gitarrensound über fulminante Schlagzeugsoli bis hin zu Balladen war alles dabei. Fast drei Stunden lang rockte die kölsche Band beim Cola-Ball die Sauerlandhalle in Altenhundem. Wahnsinn, was die Jungs ohne eine Pause auf die Bühne brachten. Die Formation um Frontmann Peter Brings zog mit energiegeladener Art alle Register ihres musikalischen Könnens und brachte die Besucher in der vollen Halle so manches mal zum Schwitzen. Egal, welche Soundrichtung Peter Brings, Stephan Brings, Kai Engel, Harry Alfter und Christian Blüm (Sohn von Norbert Blüm) einschlugen - die Fans machten mit, schunkelten und sangen.

Keine Spur von Müdigkeit

Schon beim Song „Poppe, Kaate, Danze“ wackelte das Parkett in der altehrwürdigen Halle. Der Skandalsong aus dem Jahr 2004 schlug beim Publikum ein und in Windeseile gingen die Arme nach oben. Partytime war angesagt und alle machten mit. Von vielen schon erwartet der neue Song: Die Nacht ist nicht zum Schlafen da“. Das wollte auch keiner.

Brings können aber nicht nur kölsch, sondern auch Reggae. Den besten Beweis lieferte der Gassenhauer: „Über Pfingsten nach Kingston“. Auch mit „Sulang mer noch am lääve sin“ setzten Brings einen Hit im Kölner Karneval. Der Rhythmus griff um sich und der Schottenrock von Stephan Brings drehte sich im Wind. Auch wenn die kölsche Mundart so manch einem unbekannt war - zumindest die Refrains der bekanntesten Lieder wurden lautstark mitgeschmettert. Und wer sich ein wenig damit beschäftigt wird schnell feststellen, dass viele der Lieder mit hintergründigen Texten garniert sind.

Der absolute Durchbruch für die Exoten im Kölner Karneval kam im Jahr 2000 mit „Superjeile Zick“ – aufgenommen in einem zehn Quadratmeterstudio öffnete der Song der Band Toren und Türe. Und seitdem darf der Hit bei keinem Auftritt fehlen. Ein guter Grund noch mal voll aufzudrehen und den bislang größten Song mit einem Gitarrensolo im „Thunders Truck“-Style zu garnieren. Gitarrist Harry Alfter strapazierte sein Saiteninstrument nach Art von Angus Young. Eine geniale Einlage.

Auch nach fast drei Stunden war weder bei den Musikern noch ein bei den Fans eine Spur von Müdigkeit. Das war auch gut so, denn schließlich war die Nacht nicht zum Schlafen da, sondern After-Show-Party angesagt.

 

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