Einbrecher kennen alle Verstecke

Kreis Olpe.  Sommerzeit ist nicht nur Urlaubszeit, sondern auch die Einbrecher haben Hochsaison. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Einbruchs zu werden, liegt im Kreis Olpe zwar unter dem Landesdurchschnitt, doch insgesamt verzeichnete die Polizei im vergangenen Jahr rund 100 Einbrüche im Kreisgebiet.

„Berücksichtigt man die versuchten Einbrüche, verdoppelt sich diese Zahl fast“, sagt LBS-Gebietsleiter Mathias Schneidmüller aus Olpe. Um nach den Ferien keine unangenehmen Überraschungen zu erleben, rät er, Haus oder Wohnung vor Reisebeginn zu sichern und auf Nachbarschaftshilfe zu setzen.

„Der Anfang ist schon gemacht, wenn man möglichen Einbrechern nicht zu erkennen gibt, dass das Haus unbewohnt ist“, so Schneidmüller. Weder der Anrufbeantworter noch die Facebook-Pinnwand der Kinder sollten darauf hinweisen, dass man im Urlaub und das Haus damit unbewohnt ist. Der Briefkasten sollte geleert oder durch einen Lagerauftrag bei der Post gar nicht erst gefüllt werden. Sofern möglich, sollten Rollläden hin und wieder benutzt werden. „Wenn dies der freundliche Nachbar nicht übernehmen kann, gibt es heute auch schon einfache Anlagen, die programmiert oder per Smartphone aus der Ferne gesteuert werden können“, weiß Mathias Schneidmüller.

Nimmt ein Einbrecher dennoch die Wohnung ins Visier, sollte man es ihm nicht zu leicht machen. Leider hören die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen immer wieder von Zweitschlüsseln unter Fußmatten oder Blumentöpfen. Dies kommt fast einer Einladung zum Einbruch gleich. Selbst im Sommer sollten Fenster niemals dauerhaft in Kippstellung bleiben, um keine offensichtliche Angriffsfläche zu bieten. Grundsätzlich empfiehlt Schneidmüller abschließbare Fenstergriffe. Gartenmöbel oder Leitern gehören bei längerer Abwesenheit in den Keller oder einen Schuppen, damit sie nicht als Hilfsmittel für den Einstieg ins Haus benutzt werden können.

Wer sich grundsätzlich zur Sicherheit rund ums Haus informieren möchte, dem helfen die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen weiter, die auch im Internet (www.polizei-beratung.de) vertreten sind.