Dritter Anschlag auf geplante Asylunterkunft in Kirchhundem

Sabotage mit Vandalismus: Bisher unbekannte Täter haben zum wiederholten Male dieses Haus in Kirchhundem-Rinsecke beschädigt. Es ist als Flüchtlingsunterkunft vorgesehen.
Sabotage mit Vandalismus: Bisher unbekannte Täter haben zum wiederholten Male dieses Haus in Kirchhundem-Rinsecke beschädigt. Es ist als Flüchtlingsunterkunft vorgesehen.
Foto: WP
Sabotage! Bisher unbekannte Täter haben in Kirchhundem das Gebäude einer geplanten Flüchtlingsunterkunft beschädigt - zum mittlerweile dritten Mal.

Rinsecke.. Viele Kirchhundemer Bürger sind entsetzt. Schon wieder hat es einen Sabotageakt auf ein Wohnhaus im Kirchhundemer 200-Seelen-Ort Rinsecke gegeben, in dem die Gemeinde Flüchtlinge, möglichst Familien, unterbringen will.

Das leer stehende Haus wird zurzeit saniert. Am Freitag meldeten Handwerker, dass Unbekannte wahrscheinlich in der Nacht zum Freitag im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss die Wasserkräne aufgedreht hatten. Dadurch kam es erneut zu Wasserschäden an dem Gebäude. Die Schadenshöhe liegt bei etwa 1000 Euro.

Nach ersten Ermittlungen waren der oder die Täter durch eine aufgedrückte Kellertür in das Haus eingebrochen. Bereits im vergangenen Jahr war es zu zwei Sabotageakten gekommen. Im März hatten Unbekannte einen erheblichen Wasserschaden verursacht, in dem sie die Wasserhähne in dem Haus abschlugen.

Jetzt Videoüberwachung

Mitte Dezember hatten Unbekannte versucht, das Haus in Brand zu setzen, indem sie auf einer Holztreppe Feuer legten, das aber von selber ausging. Beide Taten konnten bislang nicht aufgeklärt werden. Da auch im erneuten Fall ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht auszuschließen ist, hat wiederum der Hagener Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Bürgermeister Andreas Reinéry zeigte sich beschämt über diesen neuerlichen „Anschlag“, zumal er in diesen Tagen unter den Rinsecker Bürgern „sehr viel Hilfsbereitschaft und Solidarität“ erfahre. Die Gemeinde will von dem Plan, in dem Haus Flüchtlinge, möglichst Familien, unterzubringen, nicht abrücken. Allerdings werde man das Objekt durch Videoüberwachung und andere Maßnahmen jetzt absichern, so der Bürgermeister.

 
 

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