Drei Geschäftsstellen werden zu SB-Points

Die Sparkassenvorstände Heinz-Jörg Reichmann (links) und Bernd Schablowski kündigen für September 2015 die Umwandlung von drei mit Personal besetzten Filialen in SB-Points an.
Die Sparkassenvorstände Heinz-Jörg Reichmann (links) und Bernd Schablowski kündigen für September 2015 die Umwandlung von drei mit Personal besetzten Filialen in SB-Points an.
Foto: WP
In Helden, Bilstein und im Attendorner Allee-Center gibt es ab dem 1. September 2015 nur noch Automaten.

Attendorn/Lennestadt..  Die Welt verändert sich in einem immer rasanteren Tempo. Auch im kommenden Jahr wird das nicht anders sein. Ein Vorgeschmack: Die Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem (ALK) wandelt ab dem 1. September 2015 die derzeit noch mit Personal bestückten Filialen in Helden und Bilstein sowie im Allee-Center in Attendorn in sogenannte SB-Points mit Geldautomat, Überweisungsterminal und Kontoauszugsdrucker um.

Gleichzeitig will die Sparkasse in den Ausbau ihres Online-Angebotes investieren. Das verkündeten die beiden Vorstände Heinz-Jörg Reichmann und Bernd Schablowski gestern bei einem Pressegespräch in Attendorn. Diese „unbequeme“ Entscheidung hätten Vorstand und Verwaltungsrat bei einer Sitzung am 19. Dezember nach einem Strategieworkshop im Oktober und langen, intensiven Überlegungen gefällt, „um die Zukunftsfähigkeit des Instituts zu sichern“, so der Vorstandsvorsitzende Reichmann.

Trend geht zum Onlinebanking

Von dieser „Konsolidierungsmaßnahme“ sind auch sieben Mitarbeiter betroffen, von denen einige in Altersteilzeit, Ruhestand oder Elternzeit gehen. Die restlichen wechseln in andere Geschäftsstellen.

Heinz-Jörg Reichmann begründete die Umwandlung der Filialen in SB-Points mit einem geänderten Kundenverhalten, das „altersunabhängig“ immer stärker zum Onlinebanking tendiere. Reichmann: „Unsere Kunden haben mit den Füßen und Fingern abgestimmt“. Das habe dazu geführt, dass die drei defizitären Filialen „pro Jahr mit einer sechsstelligen Summe quersubventioniert werden mussten“.

Während Messungen ergeben hätten, dass die Filiale im Attendorner Allee-Center als „typischer SB-Standort“ genutzt werde, habe die Filiale in Bilstein unter der langen Baustelle gelitten. „Viele Kunden haben sich nach Grevenbrück oder Altenhundem orientiert“, so Reichmann. Und von Helden aus sei man mit dem Auto „in weniger als zehn Minuten in Attendorn oder Grevenbrück“. „Durch die Umwandlung unrentabler Standorte in SB-Points wird die Sparkasse insgesamt profitabler und kann in Zukunftstechnologien investieren“, so der Vorstandsvorsitzende.

Baufinanzierung im Internet

Vorantreiben will die Sparkasse ALK ihr Online-Angebot und so den Bedürfnissen ihrer Kunden entgegen kommen und eine Lücke im Angebot schließen. Im zweiten Halbjahr 2016 soll ein völlig neuer Internetauftritt an den Start gehen, der den Kunden nicht nur „die Produktwelt“ der Sparkasse noch einfache darstellen, sondern ihnen auch den direkten Zugriff darauf ermöglichen soll. Etwa die eigenständige Ausarbeitung einer individuellen Baufinanzierung. Natürlich werde diese vor Vertragsabschluss mit einem qualifizierten Kundenberater durchgesprochen, so Vorstand Bernd Schablowski, was vielleicht - Zukunftsmusik - irgendwann einmal auch via Skype geschehen kann. Schon jetzt kann man sich einen Berater nach Hause bestellen.

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