Dorfverein Hützemert sprüht vor Optimismus

Hützemert.  . Der Dorfverein Hützemert beschloss in seiner Jahreshauptversammlung einstimmig bei drei Enthaltungen die Umsetzung des Bahnhofsprojektes. Kosten: etwa 460 000 Euro. Damit ist jetzt also der Weg für den Vorstand frei, alles Notwendige zur Realisierung in die Wege zu leiten und den dazu erforderlichen Kredit in Höhe von bis zu 120 000 Euro aufzunehmen.

Rückblick: Mit der Zustimmung der Stadt Drolshagen, das Projekt mit 50.000 Euro zu bezuschussen, wurde die Voraussetzung geschaffen, die bereits beantragten Fördermittel in einer Gesamthöhe von 210.000 Euro im Rahmen der „Regionale 2013“ vom Land zu erhalten: 170.000 Euro kommen aus dem sogenannten „ILEK“-Fördertopf (Integriertes Ländliches Entwicklungs-Konzept) und 40.000 Euro aus Denkmalförderungsprogrammen des Landes NRW. Weitere 100.000 Euro werden mit Eigenmitteln und -leistungen erbracht.

„Wir haben ein absolut tragfähiges und realistisches Konzept, heruntergerechnet bis auf die letzte Currywurst“, versicherte Geschäftsführer Sascha Koch. Auch wenn mit der Aufnahme des Kredits der denkbar schlechteste Fall eingetreten sei, werde immer klarer, dass das Projekt zu stemmen sei.

Für den Kredit sei zwar kein Bürge in Sicht, die beiden örtlichen Kreditinstitute hätten aber in den jüngsten Gesprächen ein klares Signal gegeben, die erforderlichen Gelder je zur Hälfte und zu gleichen Konditionen zu gewähren. Man sei zuversichtlich, die Besicherung einvernehmlich mit der Stadt zu lösen. Zudem gehe man fest davon aus, dass die Summe durch weitere Fördermittel reduziert werden könne. „Bei der NRW-Stiftung sind wir gut im Rennen“, so Koch.

„Wir müssen nun den Startschuss setzen, sonst ist das Pferd irgendwann tot geritten“, betonte Architekt Uli Hilchenbach, der den aktuellen Stand rund um das Projekt vorstellte.

Sobald der Landeshaushalt beschlossen ist und somit die Mittel fließen, schätzungsweise im Mai/Juni dieses Jahres, will man an den alten Bahnhof Hand anlegen. Das Gebäude, energetisch aufgerüstet und denkmalgerecht umgestaltet, soll das Gewand wie zu seiner Errichtung im Jahr 1903 tragen. Einbezogen in die Planungen ist auch der Waggon, erweitert um eine Terrasse und ein Zugfahrzeug. Der Parkplatz bleibt zunächst außen vor. Bis Ende 2014 will man fertig sein.

Dann wird Hützemert über einen neuen „alten“ Dorfmittelpunkt verfügen. Der soll die Motive „Erholung und Geselligkeit“ verknüpfen und mit Anbindung an das Radwegenetz. Der Radweg verläuft über das ehemalige Gleis 2. Alles zusammen erhofft man sich eine maßgebliche Verbesserung der innerörtlichen Lebensqualität und des Imagegewinns.

Eigentümer des Gebäudes bleibt die Stadt Drolshagen. Der (noch zu schließende) Nutzungsvertrag mit einer Mindestlaufzeit von 12 Jahren sieht eine unbeschränkte Nutzung durch den Dorfverein vor. „Einer späteren Übertragung ist kein Riegel vorgeschoben“, befand Koch, dass man mit der Stadt Drolshagen „einen verlässlichen Vertragspartner“ habe. Was die Eigenleistungen angehe, „bauen wir auf die Aussage, die wir derzeit von den Vereinen bekommen haben. Das ist eine Hoffnung, keine Verpflichtung.“

Auf dem Programm standen außerdem Vorstandswahlen. Sascha Koch wurde in seinem Amt als Geschäftsführer einstimmig betätigt. Wiedergewählt wurden ebenso die Beisitzer Andreas Halbe und Martin Willmes.

 
 

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