Dörnschlade ist ein wichtiger Wallfahrtsort

Ein doppeltes Jubiläum wurde auf der Dörnschlade gefeiert.
Ein doppeltes Jubiläum wurde auf der Dörnschlade gefeiert.
Foto: WP

Dörnschlade..  Gleich ein doppeltes Jubiläum wurde auf der Dörnschlade gefeiert. Zum einen wurde die erste urkundliche Erwähnung vor 600 Jahren und zum anderen das 150-jährige Bestehen der Marienkapelle zu Ehren der Mutter Gottes begangen.

Die Dörnschlade, gelegen auf einer Höhe zwischen Altenhof, Hünsborn und Wenden, gehört zu den wichtigsten Wallfahrtsorten des südlichen Sauerlandes. Betreut wird die Dörnschlade von der Klausnerin Schwester Getrud Neuser.

Mehrmals im Jahr Prozessionen

Mehrmals im Jahr ziehen die Gläubigen des Pastoralverbundes Wender Land in Prozessionen zur Dörnschlade um hier gemeinsam die Heilige Messe zu feiern. Zu den beiden großen Festen zu Ehren der Mutter Gottes, am Sonntag nach Maria Heimsuchung am 2. Juli und zu Maria Geburt am 8. September finden die bedeutendsten Prozessionen statt.

Anlässlich der äußeren Feier des Festes Maria Heimsuchung wurde das doppelte Jubiläum auf der Dörnschlade auf diesen Tag gelegt. Aus allen Ortschaften des Pastoralverbundes Wendener Land zogen bei strahlendem Sonnenschein hunderte Gläubige in einer Sternwallfahrt Richtung Dörnschlade, um hier gemeinsam mit allen Gläubigen aus Nah und Fern um 10 Uhr ein Festhochamt zu feiern.

Das Festhochamt, zelebriert von Pastor Ludger Vornholz und konzelebriert von allen Geistlichen des Pastoralverbundes Wendener Land, wurde mitgestaltet vom Musikverein „Lyra“ Altenhof und dem Pfarrcäcilenchor Hünsborn.

In seiner Ansprache hob Pastor Vornholz die Bedeutung der Dörnschlade und die Fürsprache der Mutter Gottes hervor. Er ermutigte die anwesenden Gläubigen dazu, den Glauben im eigenen Alltag konkret werden zu lassen. Über die Mitfeier der Hl. Messe hinaus müsse das Evangelium konkret im Leben des Einzelnen Gestalt annehmen. Unterstrichen wurde dies durch die Fürbitten und Zeugnisse von einigen Gläubigen, die darüber berichteten, wie sie die Fürsprache der Mutter Gottes selbst erfahren durften.

Feierliche Andacht

Im Anschluss an das Festhochamt waren alle dazu eingeladen, auf der Dörnschlade zu verweilen und sich mit einem Imbiss zu stärken. Abschluss der Jubiläumsfeier bildete um 14 Uhr eine feierliche Andacht.

Zur Geschichte: Peter Soemer berichtete im Jahre 1896 von der Dörnschlade, dass dieser Wallfahrtsort in einer Urkunde aus dem Jahre 1414 erwähnt wird. 1776 wurde darüber nachgedacht, eine Kapelle zu errichten. Aber erst 1859 sei „in der ersten Predigt eines neugeweihten Priesters der Bau einer neuen Kapelle wieder in Anregung gebracht“ worden. Am 13. November 1864 wurde eine schöne gotische Kapelle durch Pastor Schmidt eingeweiht. „Im Jahre 1865 wurde in unmittelbarer Nähe eine Klause erbaut, in der der Einsiedler wohnt.“

Die Geschichte und die Hintergründe der Dörnschlade fasste zum 125-jährigen bestehen der Kapelle Karl Jung in einer Festschrift zusammen.

 
 

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