Die Sorgen eines Milchbauern aus Drolshagen

Johannes Pusch
Treffen auf dem Feldmannshof in Drolshagen. Von links: Georg Melcher (CDU-Fraktion Drolshagen), Peter Engels (Milchbauer), Jochen Ritter (Kreisvorsitzender Kreisverband Olpe), Christina Engels (Milchbäuerin), Christina Schulze Föcking (CDU; Mitglied Landtag NRW, Vorsitzende des Bundesfachausschusses Landwirtschaft und ländlicher Raum der CDU Deutschlands), Dr. Matthias Heider (Mitglied des Deutschen Bundestages), Maria (8) und ihr Vater Peter Steinhoff (Kreislandwirt Olpe).
Treffen auf dem Feldmannshof in Drolshagen. Von links: Georg Melcher (CDU-Fraktion Drolshagen), Peter Engels (Milchbauer), Jochen Ritter (Kreisvorsitzender Kreisverband Olpe), Christina Engels (Milchbäuerin), Christina Schulze Föcking (CDU; Mitglied Landtag NRW, Vorsitzende des Bundesfachausschusses Landwirtschaft und ländlicher Raum der CDU Deutschlands), Dr. Matthias Heider (Mitglied des Deutschen Bundestages), Maria (8) und ihr Vater Peter Steinhoff (Kreislandwirt Olpe).
Foto: WP
Der Milchbauer Peter Engels spricht auf seinem Hof mit Politikern über Probleme. Ohne Subventionen gehe nichts.

Drolshagen. Peter Engels hat es nicht leicht. Seit Jahren hat der Landwirt mit dem fallenden Milchpreis zu kämpfen: „Es kann nicht sein, dass die Arbeit nicht auskömmlich ist.“ Wie bei vielen anderen Milchbauern auch, würde es ohne Subventionen nicht mehr gehen. „Wenn der Bedarf von Milch jährlich zwar um zwei Prozent steigt, zeitgleich der Markt aber um vier, dann hat man ein Problem.“

Milchbauern bleibt deswegen oft gar nichts anderes übrig, als immer mehr Kühe zu halten, um so mehr Milch verkaufen zu können. Spätestens an dieser Stelle beginnt das „Hamsterrad“, wie Engels es nennt, zu laufen. Denn: Es ist schon zu viel Mich auf dem Markt. Davor, die Menge zu verringern, hüten sich die Milchbauern aber auch. Das weiß auch Christina Schulze Föcking (CDU), Mitglied im NRW-Landtag: „Wenn Sie die Milchmenge reduzieren, dann kommt die Milch woanders her.“ Peter Engels stimmt ihr zu: „Wir sprechen immer von Europa.“

Neben der Landtagsabgeordneten ist am Dienstagvormittag auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider (CDU) auf den Hof Engels in Drolshagen-Feldmannshof gekommen. Vor Ort möchte auch er sich einen Überblick über die Situation verschaffen, genauso wie Jochen Ritter (Kreisvorsitzender Kreisverband Olpe) und Georg Melcher (CDU-Fraktion Drolshagen). Außerdem ist mit Peter Steinhoff der Kreislandwirt Olpe samt Tochter Maria (8) auf dem Hof.

Vorschlag des Bundestagsabgeordneten

Matthias Heider selbst schwebt Folgendes vor: „Die Genossenschaften sollten bei der Preisabsicherung gemeinsam mit ihren Betrieben bei Milch stärker vom Börsenhandel Gebrauch machen. Dies ist zum Beispiel bei Weizen schon üblich und funktioniert dort sehr gut. So kann der schädliche Preisverfall gebremst werden.“ Er denkt dabei an die European Energy Exchange (EEX) mit Sitz in Leipzig – die führende europäische Energiebörse. Seit Mai 2015 werden dort auch Agrarprodukte gehandelt.

„Über den Bundesverband Deutscher Milchviehhalter sind wir da eigentlich schon dran“, sagt Milchbauer Engels. Ihn stören beispielsweise auch Teile des Landschaftsschutzgesetzes. Dieses müsse angepasst werden. Gut findet er aber den Besuch aus der Politik auf seinem Hof: „So bekommt die Öffentlichkeit etwas von den Problemen mit.“