Die rollenden Rußrauchwolke

Alle ehrenamtlichen Fahrer und Fahrerinnen des Bürgerbus Finnentrop freuen sich über das neue Fahrzeug, das hoffentlich weniger Probleme macht, als sein Vorgänger.
Alle ehrenamtlichen Fahrer und Fahrerinnen des Bürgerbus Finnentrop freuen sich über das neue Fahrzeug, das hoffentlich weniger Probleme macht, als sein Vorgänger.
Foto: WP
Endlich ist er da! Der neue Bürgerbus für die Gemeinde Finnentrop und mit ihm die Hoffnung, mit diesem neuen Fahrzeug mehr Glück und weniger Probleme zu haben als mit seinem Vorgänger.

Finnentrop.. Endlich ist er da! Der neue Bürgerbus für die Gemeinde Finnentrop und mit ihm die Hoffnung, mit diesem neuen Fahrzeug mehr Glück und weniger Probleme zu haben als mit seinem Vorgänger. „Bei der Bestellung des alten Busses im Jahr 2007 hatten wir uns aus finanziellen Gründen und ökologischen Gründen für einen Iveco mit einem Rußpartikelfilter entschieden“, erzählte Dr. Heidi Zimmermann, Vorsitzende des Bürgerbusvereins bei der Einweihung des neuen Fahrzeuges. „Wir konnten nicht wissen, dass unser Stopp- and Go-Betrieb nicht mit dem Rußpartikelfilter vereinbar war. Die Folge waren ständige, oft wöchentliche Werkstattbesuche.“

Er stinkt und qualmt

Fast genauso schlimm seinen die Anrufe der Bürger gewesen, weil der Bus mit einer stinkenden und schwarzen Rauchwolke durch die Gemeinde fuhr. Ursache war der Rußpartikelfilter, weil beim Regenerieren immer wieder Diesel ins Öl gelangt.

Als der 50 000 Fahrgast begrüßt werden sollte, kam es zum Totalausfall und anstatt der vorgesehen Feierlichkeiten musste der Bus abgeschleppt und ein Ersatzfahrzeug besorgt werden. „Insgesamt haben wir für die Reparaturen in den all den Jahren 68 000 Euro ausgegeben“, so Dr. Heidi Zimmermann.

Doch der Bürgerbusverein konnte diese finanziellen Belastungen aufgrund von Sponsoren und Fahrgästen selber tragen. Zum Glück hat das Fahrzeug vorzeitig 300 000 Kilometer zurückgelegt und damit gab es auch aus Arnsberg grünes Licht, endlich ein neues Fahrzeug zu erwerben. „Nun haben wir einen Mercedes Sprinter, den wir nach intensiven Beratungen durch einen Sachverständigen und andere Bürgerbusvereine angeschafft haben.“

Dieser hat einen Rußpartikelfilter mit EURO 6, der eine bessere Verbrennung gewährleistet. Der Bus ist ausgestattet mit einem 7-Gang Automatikgetriebe und einer Schiebe- statt Schwingtür. „Der neue Bus kostet uns 54 000 Euro. Finanziert wird dieses durch den Anteil des Landes NRW in Höhe von 35 000 Euro, durch den Erlös des Verkaufs des alten Busses und durch die Gemeinde mit 14 000 Euro. Der Rat hat dem einstimmig zugestimmt.“ Bürgermeister Dietmar Heß bedankte sich im Anschluss an die Einsegnung durch Pfarrerin Warns und Vikar Mariusz bei den vielen ehrenamtlichen Helfern im Verein, Vorstand und bei den Fahrern, die dieses Projekt zu einer Erfolgsgeschichte gemacht haben, „das hoffentlich noch viele Kapitel bereit hält.“

Hier sei eine Bürgerinitiative entstanden, die konstruktiv handelnd einen Bürgerbusverein gegründet hätten um Mobilität für alle zu gewähren. „Der Bürgerbus ist ein Zugewinn für unsere Gemeinschaft. Die Fahrer strahlen Begeisterung aus und geben auch menschliche Zuwendung an die Fahrgäste weiter. Damit sind sie eine wertvolle Bereicherung für unser Zusammenleben.“

Socken für die Fahrer

Als besonderes Geschenk versprach Heß Socken mit dem Emblem des Bürgerbusses für alle Fahrer. „Ich habe das bei den Schmallenberger Fahrern gesehen und denke, gerade im Sommer, wenn sie mit kurzen Hosen fahren, ist dieses eine gute Idee.“

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